Δευτέρα, 11 Δεκεμβρίου 2017

Russland wieder Nahostmacht. Trump räumt Putin dummdreist das Feld






Von Heinz Gstrein
 
Nach ihrem jüngsten Treffen in Sotschi kommen Vladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan am Montag in Ankara schon wieder zusammen. Anlass dafür die neue Jerusalemkrise nach Trumps Anerkennung für die auch Muslimen und Christen Heilige Stätte als Hauptstadt Israels. Für Moskau ist das natürlich eine willkommene Gelegenheit, um auf der gesamtmuslimischen US-feindlichen Welle mitzuschwimmen, die von der Türkei geführt wird. Staatschef Erdogan entwickelt sich sogar zum politischen Hauptnutznießer der Jerusalemkrise. Darüber hat er sich schon im Vorfeld von Trumps Ankündigung mit Jordaniens König Abdullah II. verständigt.


Die Haschemiten-Herrscher in Amman sind nach wie vor völkerrechtlich für Ostjerualem mit seinen islamischen Heiligtümern zuständig. Vor ihnen waren es über 400 Jahre lang die Türken. Bis zum Frieden von Lausanne 1923. Wenn Erdogan dessen Revision eben ganz massiv bei seinem Besuch in Athen gefordert hat, ging es ihm nicht nur um eine neue Grenze in der Ägäis und mehr Rechte für Griechenlands Muslime: Ankara will auch in Jerusalem wieder mitreden.

Für Erdogan ist diese Schwerpunktverlagerung im schon länger schwelenden Konflikt mit Präsident Trump von inzwischen auch vor US-Gerichten anhängigen Korruptionsmachenschaften seines Clans auf’s Thema Jerusalem ein gefundenes Fressen. Umso mehr, als er sich dabei nun der Kumpanei Russlands sicher sein kann

Jerusalem war schon für die Zaren ein Angelpunkt ihrer Orientpolitik. In ihrem Dienst stand die „Kaiserliche Palästina-Gesellschaft“. Vladimir Putin hat diese neu gegründet und bewegt sich schon seit seiner Intervention im syrischen Bürgerkrieg wieder ganz auf den Spuren zaristischer Expansionspolitik. Mit dem neuen Konflikt um Jerusalem ist das zunächst aus der Region verdrängte postkommunistische Russland vollends am besten Weg, dank schon von Präsident Obama gemachten Fehlern und jetzt der Dummdreistigkeit seines Nachfolgers Trump zur führenden Nahostmacht zu werden. Ohne wie einst im Kalten Krieg die USA als gewieften Gegenspieler ernst nehmen zu müssen.
Genau das ist auch in Sachen Syrien der Fall. Die Szene wird nun völlig vom Dreibund Moskau-Teheran-Ankara bestimmt. Gegen diesen sind den Amerikanern bestenfalls noch die syrischen Kurden als Verbündete geblieben. Aber selbst diese hat Trumps wankelmütiges Schwanken zwischen Zusagen für weitere militärische Unterstützung und der Beruhigung Ankaras durch Ableugnen solcher Waffenhilfe verunsichert.

Innerhalb der jetzt dominierenden russisch-iranisch-türkischen Syrienallianz sind Ankara und Teheran Todfeinde der Kurden. Diese können auch mit keiner Unterstützung aus Moskau mehr rechnen, seit Erdogan den Russen einen Fortbestand des von ihnen geschützten Assad-Regimes im Gegenzug für freie Hand im syrischen Kurdistan zugestanden hat. Längst vorbei sind die Zeiten, als die Sowjetunion den kurdischen Freiheitskampf zur Destabilisierung eines Irans unter dem Schah, des Irak mit dem powestlichen König Feisal II. und einer damals noch klar NATO-getreuen Türkei unterstützt, einem Mustafa Barzani 

Zuflucht gewährt und ihn dann 1958 wieder als Unruhestifter zurückgesandt hat. Heute sind Teheran samt seinem schiitischen Ableger in Bagdad und auch Erdogans Türkei gute Freunde der Russen – für die kurdische Sache bleibt da im Kreml kein Rest an Schützenhilfe übrig!


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