Πέμπτη, 21 Δεκεμβρίου 2017

Kirchenstreit von Skopje in neuer Bewegung







Aristeidis Panotis
 
Von Heinz Gstrein

Die Ende November vereinbarte Anbindung der bisher gesamtorthodox nicht anerkannten so genannten „Makedonischen“ Orthodoxen Kirche an das Patriarchat Bulgarien nimmt schon praktische Gestalt an. So entsandte Patriarch Neofit am 11. Dezember den Abtbischof des nordbulgarischen Klosters Trojan, Sinojij Radev, als seinen Vertreter zum Feiertag der Bistumspatrone nach Strumica in der Republik Mazedonien. In einer Botschaft an dessen Metropoliten Naum Ilievski sprach Neofit seine Hoffnung aus, dass die makedonischen Gläubigen bald wieder in eucharistischer Gemeinschaft mit der gesamten orthodoxen Kirchenfamilie stehen werden.- Strumica, das in der Vergangenheit  bald zu Bulgarien, bald zu Jugoslawien gehört hatte, wird auch kirchlich sowohl von Skopje wie Sofia in Anspruch genommen. So trägt ein Vikarbischof des bulgarischen Patriarchen, der übrigens aus Stuttgart gebürtige Tihon Ivanov, den Titel von „Tiberiopolis“, wie Strumica in der Antike geheißen hatte.
Erwartungsgemäß hat inzwischen die Orthodoxe Kirche von Griechenland die Initiative verurteilt, der 1967 im Alleingang aus dem serbischen Patriarchat von Belgrad gelösten „Makedonischen“ Orthodoxen Kirche über Hinwendung an Bulgariens Orthodoxie zu kanonischem Status zu verhelfen. Der Athener „Ständige Hl. Synod“ – Exekutivorgan der Bischofskonferenz „Hierarchia“ -  bezeichnete diese Entwicklung auf seiner Dezembersitzung als kirchenrechtswidrigen Eingriff in die makedonischen Jurisdiktionsechte der Serbischen Orthodoxen Kirche. Wenn die „schismatische“ Kirchenführung in Skopje ein anderes Patriarchat – wie jetzt das bulgarische - zu seiner „Mutterkirche“ erkläre, wäre das nur bei Hinwendung zum Ökumenischen Patriarchat Konstantinopel zulässig.
Zu diesem hatten die orthodoxen Bistümer in der heutigen Republik von Skopje seit altersher bis 1920 gehört. Der Phanar hält sich in dieser neuen Phase des Kirchenstreites am Vardar aber bisher zurück. Doch erinnert im ihm nahestehenden Athener Portal amen.gr der Altmeister (geb. 1931) griechischer Kirchenpublizistik, Aristeidis Panotis, an Umtriebe Belgrads zur „Serbisierung“ der makedonischen Orthodoxie im frühen 20. Jahrhundert. So habe im Ersten Weltkrieg Bischof Varnava Rosic – dann von 1930 bis 1937 Patriarch der Serben – 1916 in Bitola dessen Konstantinopler Metropoliten Chysostomos Kavouridis samt seinem Erzdiakon Athenagoras Spyrou verhaften lassen – dem späteren Ökumenischen Patriarchen (1948-1972). Beide kerkerte die damalige französische Militärbehörde in Saloniki ein, was später in Klosterhaft auf dem Heiligen Berg Athos umgewandelt wurde.

 

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