Σάββατο, 9 Δεκεμβρίου 2017

Jerusalem-Gewinnler Erdogan. Auch Putin mischt sich ins antiamerikanische Spiel





Von Heinz Gstrein

In der islamischen Welt flackert wegen Jerusalem ein Flächenbrand auf. Vom unmittelbar betroffenen – eben auch für Muslime - Heiligen Land bis zu ihren Glaubensgeschwistern in Südosteuropa. Bei den Palästinensern hat sich sofort die eben erst wieder hergestellte Führungsrolle von Präsident Mahmud Abbas zurück zur islamistischen Hamas verschoben. Der von ihr ausgerufene Intifada-Aufstand richtet sich ebenso wie gegen die israelischen Besatzer an die Adresse der weltlich-nationalistischen Fatah in Ramallah. Inzwischen entwickelt sich der türkische Staatschef Erdogan zum politischen Hauptnutznießer der Jerusalemkrise. Darüber hat er sich schon im Vorfeld von Trumps Ankündigung mit Jordaniens König Abdullah verständigt. Die Haschemiten-Herrscher in Amman sind nach wie vor völkerrechtlich für Ostjerualem mit seinen islamischen Heiligtümern zuständig. Vor ihnen waren es über 400 Jahre lang die Türken. Bis zum Frieden von Lausanne 1923. Wenn jetzt Erdogan dessen Revision ganz massiv bei seinem Besuch in Athen und dann nochmals freitags im griechischen Thrakien mit seiner Muslim-Minderheit gefordert hat, ging es ihm nicht nur um eine neue Grenze in der Ägäis und mehr Rechte für Griechenlands Muslime: Ankara will auch in Jerusalem wieder mitreden.

Für Erdogan ist diese Schwerpunktverlagerung im schon länger schwelenden Konflikt mit Präsident Trump von inzwischen auch vor US-Gerichten anhängigen Korruptionsmachenschaften seines Clans auf Thema Jerusalem ein gefundenes Fressen. Umso mehr, als er sich dabei nun der Kumpanei Russlands sicher sein kann: Putin kommt nächsten Montag überraschend nach Ankara, um sich mit Erdogan in Sachen der Muslimen und besonders orthodoxen Christen Heiligen Stadt abzustimmen. Zwei Tage vor der allislamischen Jerusalemkonferenz in Istanbul...




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