Πέμπτη, 14 Δεκεμβρίου 2017

Ewiger Ost-Westkonflikt?



 


 
 

Von Heinz Gstrein


Seit der Krise um Krim und Ukraine im Frühjahr 2014 und jetzt wieder wegen Jerusalem stehen sich Ost und West fast ebenso feindselig wie einst im Kalten Krieg der Jahre 1948 bis 1988 gegenüber. Medien überfluten die Welt mit Bildern und Meldungen davon. Es ist kaum möglich, da einen Überblick und schon gar Durchblick zu gewinnen. Stattdessen schwappen wie Magensäure alte Stimmungslagen wieder hoch: Feindseligkeit gegen alles Russische, Hass auf den „Iwan“ Putin, Verachtung für die östlichen „Sauvölker“ – oder nostalgische Sowjetbegeisterung, Kommunismusverherrlichung sowie als Draufgabe eine Hinwendung zu dem neuen Russland, das angesichts westlicher Sinnesverwirrung und Sittenverwilderung allein für Ordnung, Disziplin und eine klare Wertordnung und eine  familiengerechte Sexualmoral eintrete.
Der Ost-West-Konflikt scheint also im Menschen selbst zu sitzen. Er nimmt nur immer neue Gestalten und Formen an. Ob sich im Altertum Griechen und Perser an der Ägäis herumschlugen, mittelalterliche Kreuzfahrer Muslime – aber auch Ostchristen – im Orient heimsuchten, Türken 1683 bis vor Wien, 1812 die Franzosen unter Napoleon I. bis Moskau und die „Deutschen“ 1942 bis Stalingrad kamen: Immer sind es urmenschliche, allzu menschliche Aggressionen, die in geradezu stereotypen historischen Rollenspielen zur Austragung kommen. Manifestiert als oft biologisches Ringen um bessere, lichtvollere Lebensräume wie das Drängen der Slawen „na Jug“ (Zum Süden) oder als Bestreben, vom Aufgang der Sonne her auch deren Untergang unter die eigene Kontrolle zu bringen. Das gilt ebenso fürs Habsburger-Weltreich, in dem „die Sonne nicht unterging“ wie für das Drängen des Halbmonds ins Abendland. 

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