Σάββατο, 23 Δεκεμβρίου 2017

Das geht uns alle an: Wie halten es Christen und Muslime mit der Sklaverei?








Von Heinz Gstrein

Der Islam ist wie vor ihm das Christentum in einer Welt entstanden, für die Sklaverei etwas Selbstverständliches war. Er hat ebensowenig wie die Kirche (angefangen mit dem Philemon-Brief von Paulus) daran grundsätzlich etwas geändert, nur ihre menschliche Behandlung gefordert und – das vom Islam sogar explizit – das Freilassen von Sklavinnen und Sklaven für religiös verdienstlich erklärt. Der Ansatz des Paulus (Phil 16), bisherige Sklaven nach ihrer Bekehrung zu Christus als Brüder zu behandeln und zu betrachten, findet sich voll in dem islamischen Grundsatz, dass Moslems eigentlich keine Moslems zu Sklaven machen und als solche halten dürfen. In der Praxis werden islamische Glaubensgeschwister, die man aus dem einen oder anderen Grund versklaven möchte, einfach zu Ketzern und damit zu nicht wahren Moslems erklärt. Wie das zuletzt im Islamischen Staat (IS) geschah.


Ähnlich wie im Fall der Diskriminierung von Frauen und Kindern, von Religionskriegen und religiös verbrämter Gewalt jeder Art wie Inquisition und Hexenprozessen dürfen wir Christen den Moslems gegenüber nicht behaupten, uns in Sachen Sklaverei im Lauf der Geschichte besser verhalten zu haben. Auf das Aussterben der antiken Sklaverei folgte im christlichen Mittelalter die sogenannte Leibeigenschaft, die theoretisch den Seelen ihre Freiheit beliess. In der Neuzeit versklavten weisse abendländische Christen mit Vorzug die schwarze Rasse, da es sich bei ihr um einen angeblich nicht voll entfalteten Menschentyp handelte. Ähnliche pseudotheologische Behauptungen wurden bis zuletzt herangezogen, um in Südafrika die Apartheit zu stützen. Das Schlimmste war aber das Zusammenspiel christlicher Sklavenhalter und –händler mit islamischen Sklavenjägern bis tief ins 19. Jahrhundert hinein, besonders zwischen Afrika und Amerika.

Zum Unterschied von der Botschaft des Evangeliums, das keine ausdrückliche Verurteilung der Sklaverei enthält, dieser aber in seinem ganzen Geist widerspricht, sind das Sklavensystem und sogar seine Ausweitung wesentlicher Bestandteil der Grundbotschaft des Islams, der رسالۃ (risalah): Die Versklavung von Andersgläubigen gehört zum Auftrag der Ausbreitung des islamischen Herrschaftsgebietes mit allen Mitteln.

Zwar ist die Sklaverei heute auch in total vom Islam geprägten Staaten wie Saudiarabien offiziell abgeschafft, wird aber in oft sogar schlimmen Formen zwischen Mauritanien und Afghanistan weiter praktiziert. Im Sudan finden sogar wieder regelrechte Sklavenjagden statt. Mit dem islamischen Sklavensystem stehen auch Fragen der Entrechtung von Frauen und Kindern sowie der persönlichen Freiheit überhaupt in Zusammenhang.

Im Rahmen der in unseren Tagen frisch vorangetriebenen Bestrebungen zur Verwirklichung einer islamischen Weltherrschaft stellt dieses Sklavensystem neben fehlender Religionsfreiheit und Frauenknechtung die dritte Hauptbedrohung dar, die uns alle angeht.


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