Τρίτη, 21 Νοεμβρίου 2017

Späte Heimkehr von Nazi-Beute. Universität Graz gab 1941 geraubte archäologische Funde zurück




 

Von Heinz Gstrein

26 Klassische und hellenistische Keramiken, Öllampen und Fragmente von Statuetten, die im Zweiten Weltkrieg während der deutschen Besetzung von Kreta geraubt und an die Universität Graz weitergegeben wurden, kamen am Montag auf der Griechischen Botschaft in Wien in den rechtmäßigen Besitz des Archäologischen Museums von Heraklion. 
Der Grazer Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer übergab das Naziraubgut  an die Generalseketärin im griechischen Kulturministerium, Maria Andreadaki-Vlazaki und die Leiterin des nationalen Kulturerbearchivs Vassiliki Papageorgiou. Andreadaki-Vlazaki würdigte die späte Rückgabe „mit tiefer Genugtuung als Zeichen guten Willens“, wies auf den langwierigen und mühsamen Nachweis der Herkunft des geraubten Kulturgutes hin und dankte Frau Botschafter Chryssoula Aliferi für ihre entscheidende Hilfe dabei: Die Fundstücke hatte der aus Völkermarkt in Kärnten stammende deutsche Generalmajor und Chef der 5. Gebirgs-Division Julius Ringel nach der Schlacht von Kreta 1941 aus der „Villa Ariadne“ des Knossos-Ausgräbers Sir Arthur Evans und aus einem benachbarten Museum entwendet. Die Villa war Sitz des deutschen Kommandanten auf Kreta. Ringel „schenkte“ die Stücke noch vor Kriegsende der Universität Graz. Diese identifizierte sie erst in den letzten Jahren im Rahmen einer Forschungsarbeit über von den Nazis entwendete Antiken und benachrichtigte das griechische Kulturministerium.
 „Beutemacher“ Julius Ringel war ein überzeugter Anhänger Hitlers, führendes Mitglied des 1936 in Österreich gegründeten illegalen „Nationalsozialistischen Soldatenringes(NSR). Andererseits ließ er sich keine Kriegsverbrechen an Menschen zuschulden kommen und erwarb 1945 Verdienste um die Verzögerung des sowjetischen Vorstoßes in die Steiermark. Das ermöglichte es den aus Italien verspätet anrückenden Engländern, einer kaum mehr rückgängig zu machenden Herrschaft von Russen und Tito-Partisanen im Südosten Österreichs zuvorzukommen.

 

 

 

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