Τρίτη, 28 Νοεμβρίου 2017

Elia II. von Georgien ernannte Patriarchatsverweser




 
 
Von Heinz Gstrein

Tbilissi. Das 84jährige Oberhaupt der Orthodoxen Kirche von Georgien, Elia II., hat im Alleingang völlig überraschend einen Patriarchatsverweser (locum tenens) für den Fall seines Ablebens oder Abdankens eingesetzt: Es handelt sich um Metropolit Schio Mudschiri von Senaki im georgischen Westen am Schwarzen Meer. Damit findet eine Periode kirchlicher Instabiltät ihren Abschluss, die im Februar mit der Affäre um einen Giftanschlag auf den Patriarchen während seines Spitalsaufenthaltes in Berlin begonnen hatte.
Elia II. teilte die Designierung des Patriarchatsvrwesers zum Georgs-Tag am 23. November mit, an dem die georgische Orthoroxie ein Sonderfest zum Gedenken an die legendäre Räderung des Märtyrers begeht. Zunächst hatte der Patriarch, der zu Weihnachten seit 40 Jahren im Amt sein wird, bei dem Fest 670 Kinder getauft. Es handelte sich um die 51. Massentaufe seit 2008, als er die Patenschaft und damit Obsorge für jedes dritte Kind einer georgischen Familie übernommen hatte. Damit will der Patriarch dem starken Geburtenrückgang im postkommunistischen Georgien entgegenwirken. Er hat seitdem insgesamt schon 32 000 Kinder getauft und ihren Unterhalt übernommen.
Der neue Patriarchatsverweser ist 48Jahre alt. Er steht allgemein als Bischof, Theologe und spirituelle Persönlichkeit in hohem Ansehen. Da Metropolit Schio neben seiner Diözese auch für die georgische Diaspora in Australien zuständig ist, verfügt er auch über weltkirchliche Erfahrung und ökumenische Kontakte. Er war ursprünglich Musiker, hat dann in Batumi und Moskau Theologie studiert. 2003 wurde er auf persönliche Entscheidung von Patriarch Elia II. zum Bischof geweiht, 2010 zum Metropoliten erhoben. 
Ungeachtet der Qualitäten des künftigen Patrachatsverwesern hat dessen Ernenung ohne Rücksprache mit Bischofssynod und dem weiteren Episkopat in der georgischen Orthodoxie Kritik ausgelöst. Besonders die konservativ-antiökumenische Kirchenpartei fühlt sich übergangen und übervorteilt. Dennoch ist die einsame Entscheidung von Elia II. konform mit dem georgischen und gesamtorthodoxen Kirchenrecht. Ähnliche Patriarchatverweser hatte zuletzt während der Kirchenverfolgung im frühen Sowjetrussland Patriarch Tichon von Moskau eingesetzt.

 

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