Τετάρτη, 8 Νοεμβρίου 2017

Bartholomaios I.: „Ohne Religions- kein Weltfrieden!“







Von Hein Gstrein
Als einzige religiöse Führungspersönlichkeit war der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel zur zehnten „Konferenz für Weltpolitik“ des Institut Franҫais de Relations Internationales (IFRI) eingeladen, die im marokkanischen Marrakesch vom 3. bis 5. November statt fand. In den Mittelpunkt seiner Eröffnungsansprache stellte Bartholomaios I. die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für den Aufbau einer Weltfriedensordnung und die Versöhnung zwischen  verschiedenen Völkern und Kulturen: „Leider wurde Religion im gesamten 20. Jahrhundert als Mittel zur Machtergreifung missbraucht, die Natur des religiösen Dienstes an der Menschheit als Faktor des Friedens, der Verständigung und des Austausches ins Gegenteil verkehrt“, sagte der Ökumenische Patriarch wörtlich und fügte hinzu: „Um zu verstehen, was sich heute in der Welt abspielt, müssen wir die Bedeutung der Religion für die Menschheit bedenken.“  Was heute einige als „Rückkehr zur Religion“ oder „Heimkehr zu Gott“ in einer postsäkulären Gesellschaft bezeichnen sei nichts anderes als die Aktivierung einer wesenseigenen Dimension des Menschseins. Diese ist zwar eng mit der Identität des Menschen verbunden, bildet aber weniger ein Identifikationszeichen als ein Charakteristikum seiner metaphysischen und geistlichen Eigenart. Daher habe auch die Heilige und Große Synode der Orthodoxie im Juni 2016 an die Bedeutung des Dialogs der Weltreligionen erinnert. Ein aufrichtiges Religionsgespräch trage zur Entfaltung gegenseitigen Vertrauens bei, diene der Festigung des Friedens und der Versöhnung. Die Kirche ringe darum, den „Frieden von oben* auf Erden spürbar zu machen. Wahrer Friede sei nicht durch Waffengewalt zu erzwingen, sondern nur mit Hilfe einer „Liebe, die nicht sich selbst sucht“. Wie Bartholomaios I, ausführte, habe das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel unter den großen religiösen Institutionen besondere historische Bedeutung erlangt: „Ungeachtet der Tatsache, dass es im Verlauf zweier Jahrtausende schweren Umwälzungen, ja regelrechte Zerreißproben unterworfen wurde, die häufig traumatische Folgen hinterließen, blieb unser Patriarchat immer aktiv, stellte unter Beweis, dass es überlebensfähig bleibt und durch die Jahrhunderte als Kulturträger wirkt. Durch ihre Existenz allein trägt die orthodoxe Kirche dazu bei, einer Welt Sinn und Hoffnung zu schenken, die heute ihren Weg sucht!“.




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