Παρασκευή, 6 Οκτωβρίου 2017

Stadtrat Ludwig: Die ersten von 4.000! Gemeindewohnungen NEU für die Leopoldstadt









Insgesamt 4.000 Gemeindewohnungen NEU sollen bis 2020 auf Schiene gesetzt werden. Einer der Standorte dafür ist in der Leopoldstadt am Handelskai 214. Die derzeit dort noch befindliche Hochgarage ist baulich desolat und soll teilweise unterirdisch ersetzt werden. Die Stadt hat sich entschieden, hier im Einklang mit der bereits bestehenden Wohnhausanlage eine sanfte Verdichtung vorzunehmen, um in dieser Lage direkt an der Donau hochqualitativen, eigenmittelfreien Wohnraum – also Gemeindewohnungen NEU – zu schaffen.


Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und WIGEBA-Direktor Ewald Kirschner stellten am Mittwoch, das Siegerprojekt des 2-stufigen Architekturwettbewerbs vor, für dessen Entwurf „querkraft architekten“ verantwortlich zeichnen.

Michael Ludwig: Luft, Licht, Sonne

„Eine der Prämissen der sozialen Wiener Wohnbaupolitik war es seit jeher, flexibel auf die Wohnbedürfnisse der Menschen einzugehen und Wohnbauten am Puls der Wünsche der Bevölkerung umzusetzen. Das prägt auch die Zukunft des Wohnens in Wien, wie dieses Projekt zeigt. Mit seinem anspruchsvollen Konzept an Freiflächen und Gemeinschaftseinrichtungen folgt es aber auch dem Prinzip, Luft, Licht, Sonne‘ des Gemeindebaus des ;Roten Wien‘ der ersten Republik“, betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Ihm sei besonders wichtig, dass mit der Schaffung der neuen Wohnbauten die Sichtachsen zur Donau hin der BewohnerInnen im Bestand erhalten bleiben, so Ludwig weiter.

„Uns als Bauträger war bei diesem Architektenwettbewerb besonders wichtig, für das Bestandsobjekt und somit die Mieterinnen und Mieter einen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen, insbesondere in Bezug auf das Freiflächenangebot sowie die größtmögliche Sicherstellung der Sichtachsen“, hielt WIGEBA-Direktor Ewald Kirschner fest.

Der Abbruch der bestehenden Hochgarage startet voraussichtlich im 2. Quartal 2018. Der Baubeginn soll nach den gesetzlich vorgeschriebenen EU-weiten Ausschreibungen Ende 2018 erfolgen. Die Fertigstellung ist Ende 2020 vorgesehen. Die erforderliche Flächenwidmung beschloss der Wr. Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. September dieses Jahres.

Die BewohnerInnen des bestehenden Gemeindebaus wurden bereits Mitte 2015 im Rahmen einer Infoveranstaltung in die Pläne mit einbezogen.

Überall Balkone und ein Gartendeck

Die neue Garage wird 2 unterirdische Geschosse sowie ein oberirdisches Geschoss aufweisen. Es werden 700 Stellplätze sowohl für das Bestandsgebäude als auch die neuen Gemeindewohnungen errichtet. Die jetzige Garage weist 732 Stellplätze auf.

Auf der Garage setzen 7 schlanke Baukörper – so genannte Hochpunkte. Sie haben zwischen 6 und 10 Geschossen. Die Höhen betragen 26 bis 35 Meter. Die Höhendifferenzierung der Hochpunkte – die Donauwelle – reagiert nachvollziehbar auf die ebenfalls unterschiedlichen Höhen des Bestands. Die neuen Gebäude werden gegenüber den Stiegenhäusern des Bestandgebäudes errichtet. Somit werden die direkten Sichtachsen weitestgehend erhalten.

Insgesamt bietet das Projekt Platz für 290 Wohnungen auf insgesamt 19.000 m² oberirdischer Nutzfläche Die Wohnungen haben 1 bis 5 Zimmer zwischen 37 und 100 m². Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon.

Eine begrünte Verbindungsplattform schafft kommunikative Aufenthaltszonen und Freibereiche für alle BewohnerInnen. Die Anbindung an das Umfeld wird verbessert, attraktive Blickbeziehungen entstehen.

Besonderen Mehrwert für die BestandsbewohnerInnen bietet das Gartendeck auf dem Dach des Sockels.

„Das Projekt schafft Belebung durch punktuelle Nachverdichtung. Bestehende und neue Bewohnerinnen und Bewohner erhalten mit dem Gartendeck ein gemeinschaftliches Aktionsfeld als Bindeglied“, hielten die Inhaber von „querkraft architekten“ – Jakob Dunkel, Gerd Erhartt und Peter Sapp – fest.

Dieser durchlaufende Freiraum, auch unterhalb der Wohngebäude, bietet zahlreiche Möglichkeiten des nachbarschaftlichen Austausches und des Miteinanders. Hier findet sich ein breites Angebot an Gemeinschaftseinrichtungen – angefangen vom Kinderspielplatz über Streetball, Tischtennis, Radwerk, Wasserspiel, Urban Gardening bis hin zur Gemeinschaftsküche und der Waschküche.

„Mit dem Projekt am Handelskai gelingt es, hochqualitativen und kostengünstigen Wohnraum zu schaffen, der noch dazu eigenmittelfrei ist und sich zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Wien befindet“, so Stadtrat Ludwig.

Die Gemeindewohnungen NEU und ihre Vorteile

Die Gemeindewohnungen NEU bieten ihren MieterInnen faire Konditionen und Rechtssicherheit. Zu den Vorzügen der Gemeindewohnungen NEU zählen:

- Euro 7,50 Miete/m² brutto (inkl. Ust)

- Keine Eigenmittel

- Keine Kaution

- Keine Befristung

- 100 % Vergabe durch Wiener Wohnen – fair und transparent geregelt nach den geltenden Vergabekriterien

Die Gemeindewohnungen NEU sind zu 100 Prozent im Eigentum und der Verwaltung der WIGEBA – Wiener Gemeindewohnungs-Baugesellschaft und damit im Eigentum der Stadt Wien. An der WIGEBA sind zu 51 Prozent die zur Wien Holding gehörende GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bau AG) und zu 49% Wiener Wohnen beteiligt. Sie war auch Ausloberin des 2-stufigen Architekturwettbewerbs.


Quelle: rathauskorrpondenz


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