Πέμπτη, 19 Οκτωβρίου 2017

Orthodoxer Patriarch von Jerusalem in der Klemme











Heinz Gstrein                                                       

Istanbul/Athen. Immer weitere Kreise zieht die Auseinandersetzung zwischen der fast ausschließlich aus Griechen gebildeten Führung und den christlich-arabischen Gläubigen des orthodoxen Patriarchats von Jerusalem samt ihrer Pfarrgeistlichkeit. Der Konflikt hat sich an Immobilientransaktionen der Kirche mit israelischen Partnern entzündet. Diese werden von den palästinensischen Orthodoxen als „Ausverkauf des christlichen Jerusalem an den zionistischen Feind“ angeprangert. Außerdem nimmt die arabische Basis den Skandal zum Anlass, um ihrer alten Forderung nach Mitsprache bei der Leitung des Patriarchats zu fordern, die exklusiv in den Händen der aus Griechenland und Zypern beschickten „Bruderschaft vom Heiligen Grab“ liegt (zuletzt öki 41 vom 10. Oktober 2017), neu Nachdruck zu verleihen. Dabei wird sogar schon eine Absetzung von Patriarch Theophilos III. gefordert.

Seine Lage dürfte nun so prekär sein, dass er am 11. Oktober mit seinen wichtigsten Mitarbeitern einen Blitzbesuch beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. im Phanar von Istanbul machte. Dabei soll er um dessen Unterstützung bei den in Jerusalem nach wie vor religiös mit zuständigen jordanischen Behörden gebeten haben. Konstantinopel unterhält seit der Zeit seines interreligiös hoch aktiven Metropoliten der Schweiz, Damaskinos Papandreou, enge Beziehungen zum Königshof in Amman. Es hüllt sich jedoch nach der Vorsprache von Theophilos weiter in Schweigen, was ihm bereits aus dessen Umgebung zum Vorwurf gemacht wird. Die diesbezügliche Verlautbarung des neuen Pressbüros von Bartholomaios, das an die Stelle seines bewährten und bekannten, auch deutschsprachigen Pressesprechers Erzpriesters Dositheos Anagnostopoulos gesetzt wurde, habe über den Besuch des Jerusalemer Patriarchen wie über einen „Vergnügungsausflug“ berichtet, ohne ihren ernsten Hintergrund auch nur zu erwähnen.- Inzwischen zeichnet sich ab, dass hinter den Immobiliengeschäften von Theophilos III. und besonders schon seines Vorgängers Irinaios finanzielle Engpässe stehen dürften. So musste eben erst auch in Athen die dortige Jerusalemer Patriarchenresidenz im Vorort Philothei an einen griechischen Pharmakonzern abgestoßen werden, um Aufwandskosten des Patriarchats zu decken.


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