Δευτέρα, 16 Οκτωβρίου 2017

Griechische Kirche gegen Geschlechtswandel mit nur 15!







Von Heinz Gstrein                                                       

Athen. Nur Totenglocken bimmeln in Griechenland seit Mitte Oktober an vielen Kirchen. Mit schriller Klage protestieren sie gegen das neue Gendergesetz, mit dem schon 15jährigen freigestellt wird, sich ungeachtet ihrer körperlichen Ausprägung für ein männliches oder weibliches Geschlecht zu entscheiden, zu beidem oder gar keinem zu bekennen. Diese allgemein umstrittene Neuerung wurde vom Parlament in Athen mit einer Minderheit von 148 der an und für sich 300 Abgeordneten beschlossen. Von ihnen hatten es nämlich 16 vorgezogen, der Abstimmung fernzubleiben, um sich ihre in dieser Frage gespaltene Wählerschaft nicht durch Ja, Nein oder Enthaltung zu entfremden. Besonders heftig ist auch bei Anhängern der Genderteorie von einer vorwiegend psychischen Geschlechtsfestlegung die durch Artikel 3 des neuen Gesetzes eingeführte Altersgrenze mit 15, da sie noch in der sonstigen Minderjährigkeit und entwicklungspsychologisch vor dem Ende der Pubertät liegt, während der sich gern Hinneigungen zu beiden Geschlechtern vor einer endgültigen Festlegung zeigen.


Metropolit Ieremias Fountas von Megaloupolis auf der Peloponnes - einem mit deutschen Investitionen erschlossenen Braunkohlenrevier – fordert diese parlamentarischen „Drückeberger“ inzwischen auf, nun auch in den eigenen Familien wegzuschauen, wenn Söhne zu Töchtern und umgekehrt werden. So etwas scheint in der patriarchalen griechischen Gesellschaft, bei allem intellektuellen Zündeln mit dem Genderismus, einfach praktisch inakzeptabel.

Ebenfalls von der südgriechischen Peloponnes geht aus dem Bistum Aigion am Golf von Korinth der Glockenprotest gegen die nun gestattete Geschlechtsumwandlung „im Kopf“ aus. Er klingt für konservative Kirchenkreise umso zutreffender, als Schwule und Lesben neugriechisch als „Bimmler“ bzw. „Bimmlerinnen“ verspottet werden. 

Grundsätzlich hat sich die Bischofskonferenz (Hierarchia) der Orthodoxen Kirche von Griechenland darauf festgelegt, alle gesetzlichen Konsequenzen auf der Gendertheorie und besonders eine so frühe Verwischung der „natürlichen“ Geschlechterrollen abzulehnen. Sie widersprächen den Lehren des Evangeliums, einem christlichen Menschenbild und allen Überlieferungen griechischer Kultur. Gewiss sei Homosexualität gerade bei den alten Griechen verbreitet und geduldet gewesen, wurde aber nie zu einem „Menschenrecht“ erhoben oder dem Zusammenleben von Mann und Frau rechtlich gleichgestellt. Die Kirche wolle sich in dieser Frage nicht in die griechische Politik einmischen, fordere aber mehr Respekt für die von ihr vertretenen Ansichten einer „schweigenden Mehrheit des griechischen Volkes“.




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