Τρίτη, 19 Σεπτεμβρίου 2017

Zubetonieren und Islamisieren!Hilferuf der christlich geprägten Prinzeninseln vor Istanbul





 
 

 

APOYEVMATINI

 

Με βαθιά θλίψη αγγέλλουμε τον αναμενόμενο και προαγγελθέντα θάνατο των αγαπημένων μας

ΠΡΙΓΚΙΠΟΝΗΣΩΝ

 

Οι απαρηγόρητοι Πριγκιπιανοί,

 
οι τεθλιμμένοι Χαλκηνοί,
οι βαρυπενθούντες Αντιγονιώτες,
οι περίλυποι Πρωτιανοί...
εντεύθεν και εκ του εξωτερικού.



Ο ενταφιασμός θα πραγματοποιηθεί βάσει

του νέου Πολεοδομικού Σχεδίου που απο-

τελεί και την χαριστική βολή.

 

Ας είναι αιωνία η μνήμη των.

 

Von Heinz Gstrein

 

Große Besorgnis weckt auf den Istanbul vorgelagerten Prinzeninseln ein neuer Verbauungsplan. Dieser soll Wohnraum für eine Verfünffachung der Bewohner schaffen und dazu Meeresstrände, Wälder sowie bisher denkmalgeschützte Gebäude und Ensembles zur Verbauung bzw. für Umbauten oder ihren Abbruch zugunsten von Neubauten freigeben. Ebenso ist geplant, das bisherige Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren aufzuheben und auf den Inseln zahlreiche neue Straßen anzulegen.

Gegen diesen Plan, der bereits vom Stadt- und Gemeinderat von Groß-Istanbul gebilligt wurde, protestieren nicht nur Umwelt-Organisationen, sondern besonders die christliche und jüdische Minderheit. Armenische Christen, Griechisch-Orthodoxe, Katholiken verschiedener Riten und sefardische Juden sind auf den Prinzeninseln noch so stark wie sonst nirgendwo mehr in der heutigen Türkei vertreten, haben Prinkipos, Chalki, Antigoni und Proti nach wie vor zur Gänze geprägt. Der Zuzug von weiteren 52 000 zu den heute 14 200 Bewohnern würde diesen Charakter der Prinzeninseln als letztes Relikt der alten, multireligiösen und –kulturellen osmanischen Türkei zerstören. Erfahrungsgemäß – wie das Beispiel der bereits völlig türkisch-islamisch überfremdeten Christeninseln Imbros und Temedos vor den Dardanellen zeigte – kommen Zuwanderer nicht aus anderen kultivierten Teilen von Istanbul, sondern handelt es sich um landflüchtige Muslimtürken aus dem hintersten Anatolien, die oft sogar noch Analphabeten sind.

Von der Aufhebung des Denkmalschutzes zugunsten kommerzieller Um- und Neubauten werden historische Kirchen, Klöster und Synagogen sowie die seit 1971 von staatswegen geschlossene, doch baulich intakte Theologische Hochschule von Chalki bedroht. Gleichzeitig sieht der neue Verbauungsplan die Annullierung aller bisherigen Besitztitel der alten malerischen Holzhäuser und ihrer Gärten auf, die sich größtenteils in christlicher oder jüdischer Hand befinden. An ihre Stelle sollen mehrgeschossige Wohnblocks treten.

Den Protesten hat sich auch der türkische Schriftsteller und Nobelpreisträger Orhan Pamuk angeschlossen, der auf Prinkipos wohnt. Er warnt, dass mit einer solchen „Zubetonierung“ der Prinzeninseln diese „letzten Enklaven des Traums vom schönen, alten Istanbul“ in eine „Hölle von Kommerz, Umweltzerstörung und Primitivität“ verwandelt würden.

In der Istanbuler Abendzeitung „Apogevmatini“ (Abendblatt) erschien inzwischen folgende Todesanzeige für die Prinzeninseln: „In tiefer Trauer verkünden wir den vorbedachten Tod unserer geliebten Prinzeninseln: Die untröstlichen Bewohner von Prinkipos, in tiefer Trauer jene von Chalki, voll Schmerz die von Antigoni und Proti. Das Begräbnis findet nach den Bestimmungen der neuen Bauordnung statt, die unseren glückseligen Inseln den Todesstoss versetzt. Der Herr gebe ihnen die Ewige Ruhe!“

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