Δευτέρα, 11 Σεπτεμβρίου 2017

Griechisch-Orthodoxe in USA: Bleiben Konstantinopel treu






 


 
 

Von Heinz Gstrein                                            

Istanbul/New York. Unnachgiebig hat sich der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. gegenüber der Forderung des Diaspora-Erzbischofs Dimitrios Trakatellis in den Vereinigten Staaten gezeigt, seine Suffragane künftig durch die US-Bischofskonferenz ohne eine dafür bisher nötige Zustimmung Konstantinopels zu bestellen. Darüber hinaus wurde dem fast 90jährigen nach Informationen der amerika-griechischen Wochenzeitung „The National Herald“ von seinem Patriarchen eine „annehmbare“ Frist für seinen Rücktritt gestellt, um ihm die Demütigung einer offenen Niederlage zu ersparen. Vorschläge für die Nachfolge wird an Bartholomaios eine „Klerus-Volk-Versammlung“ unterbreiten, die bis spätestens Juli 2018 in Boston zusammentreten soll. Der Erzbischof hat das inzwischen zu dementieren versucht: Er werde nicht abdanken, sondern weiter wie schon seit 18 Jahren seine „Mission dynamisch und schöpferisch erfüllen“.

Gleichzeitig forderte das Ökumenische Patriarchat die Beibehaltung seines Rechts, aus einem Dreiervorschlag der US-Diaspora den endgültigen Erzbischof bzw. dessen Metropoliten zu ernennen. Außerdem müssten chronisch kranke und hoch betagte Anwärter aus der Kandidatenliste gestrichen und auf diese auch Bischöfe aus den USA gesetzt werden, die inzwischen andernorts tätig sind oder waren, wie z.B. in Canada, Mexiko, Hongkong und Schweden. Damit soll „langjähriger Inzucht und Kumpanei der Mittelmäßigen“ im höheren US-Klerus ein Ende bereitet werden – wie der National Herold kommentiert.

Diese klare Niederlage für die „ Verselbständigungs“-Partei der griechisch-orthodoxen Erzdiözese von Amerika wird im Phanar mit zwei Faktoren erklärt. Erstens habe sich gezeigt, dass die US- Diözesanbischöfe (Metropoliten) des Ökumenischen Patriarchats gar nicht so einmütig auf der Seite von Erzbischof Dimitrios stehen, wie dieser den Anschein erwecken wollte. So haben die einflussreichen Oberhirten von San Franzisko, Atlanta und Denver nicht am Vorstoß der restlichen US-Bischofskonferenz bei Bartholomaios Ende August teilgenommen, sondern diesem im voraus „vorbehaltlose Unterstützung“ zugesichert, was ihre Reise an den Bosporus überflüssig machte.

Zweitens hätten – was sich erst zuletzt durchschauen ließe – Misswirtschaft und Korruption die bis vor kurzem noch als „reich“ gehandelte amerikanische Erzdiözese des Ökumenischen Patriarchats finanziell untergraben. Bisher war so gut wie in der gesamten Orthodoxie die Meinung verbreitet, dass der Phanar wirtschaftlich aus New York über Wasser gehalten wird und sich daher mehr oder weniger auch nach diesem richten muss.

 

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