Τρίτη, 5 Σεπτεμβρίου 2017

Gipfeltreffen Bartholomaios und Kyrill in Moskau?




                                            

 

 
von Heinz Gstrein

Istanbul. Bemühungen um eine persönliche Aussprache und womöglich Aussöhnung zwischen den beiden wichtigsten orthodoxen Führungspersönlichkeiten werden vom

Ökumenischen Patriarchat in Istanbul berichtet: Ein „Gipfeltreffen“ zwischen Bartholomaios I. von Konstantinopel und Russlands Patriarchen Kyrill  kommenden Dezember in Moskau sei in Vorbereitung. Dabei soll versucht werden, die in den letzten Jahren aufgetretenen Differenzen zwischen dem Phanar als traditionellem Koordinationszentrum der griechisch-orthodoxen Kirchenfamilie und ihrem gewichtigsten Glied zu überbrücken, der Russischen Orthodoxen Kirche. Beide vertreten in regionalen Streitfragen wie zur kirchlichen Zukunft der Ukraine und bei grundsätzlichen Themen orthodoxer Kirchenstruktur verschiedene Standpunkte. Als Folge davon war die Moskauer Kirche mit einer Gefolgschaft von drei weiteren Patriarchaten einer „Großen Synode der Orthodoxie“ fern geblieben, die Bartholomaios I. im Juni 2016 nach Kreta einberufen hatte.

Informationen aus Istanbul und Athen zufolge bemüht sich auch die Diplomatie des Kreml um ein solches Zusammentreffen. Präsident Vladimir Putin betrachte sich wie einst der Zar als globaler Schirmherr der orthodoxen Kirche und diese als wichtige Stütze von Russlands internationalen Interessen, weshalb ihm an ihrer Eintracht gelegen ist. Jedenfalls kam Ende August beim Antrittsbesuch des neuen russischen Botschafters in der Türkei am Ökumenischen Patriarchat vorrangig das kirchliche Verhältnis zwischen dem Phanar und Moskau zur Sprache: Alexey Erkhov, als früherer russischer Generalkonsul in Istanbul bis 2015 bestens mit Bartholomaios und dessen Belangen bekannt, besprach bei dem über einstündigen Treffen „das Thema Ukraine, die Einladung von Patriarch Kyrill zu einer Begegnung in Moskau im Dezember und andere damit zusammenhängende Fragen“. Erkhov, der im russischen Außenamt als eine Art „Krisenmanager vom Dienst“ gilt, soll seine Entsendung an den Bosporus weitgehend dieser Qualität und seiner Phanar-Erfahrenheit zu verdanken haben.

Im Unterschied zur Informationsfreudigkeit der russischen Seite gibt sich das Ökumenische Patriarchat in der Angelegenheit noch bedeckt. Es bestätigte vorerst offiziell nur die Vorsprache des Kreml-Botschafters ohne sonstige Angaben.

 

 

 

 

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