Πέμπτη, 21 Σεπτεμβρίου 2017

Gegen Ökumenisches Patriarchat oder für Ökumene?




 

 
 

Von Heinz Gstrein                                               

Athen. Der Hl. Synod, das Exekutivorgan der orthodoxen Bischofskonferenz von Griechenland, behält sich ab sofort auf ihrem ganzen „kanonischen Territorium“ das alleinige Genehmigungsrecht für Zelebrationen, Sakramentenspendungen, Predigten und Vorträge von Bischöfen, Priestern, Diakonen, aber auch Mönchen ohne Weihen sowie Laientheologen vor. Bisher lag die Zuständigkeit für diesbezügliche Erlaubnisse bei den jeweiligen Ortsbischöfen, wie das schon frühchristliche Praxis war und so auch im orthodoxen Kirchenrecht verankert ist.

Die neue Regelung betrifft nicht nur Angehörige ausländischer orthodoxer Kirchen, sondern ebenso aus jenen Gebieten des griechischen Staates, die kirchlich nicht zu dessen autokephaler Orthodoxie, sondern zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel gehören: Also Kreta, die Dodekanes und andere Inseln sowie ganz Nordgriechenland. Darauf hat der Athener Synod bereits ausdrücklich in einer Mitteilung an Patriarch Bartholomaios I. hingewiesen. Während sich dieser noch in Italien zur Weihe der neuen griechisch-orthodoxen Kirche von Bologna aufhält, bezeichnen Kreise des Phanars das Vorgehen der Orthodoxen Kirche von Griechenland als einen Versuch, auf ihre volle Herauslösung aus dem Ökumenischen Patriarchat hinzuarbeiten. Dieses hatte 1850 den Orthodoxen im damals noch kleinen Königreich Griechenland eine „vorläufige“ Autokephalie gewährt und 1864 bzw. 1882 ihre Ausdehnung auf Korfu und die anderen Ionischen Inseln sowie dann Thessalien gebilligt. Kreta, ägäische Inseln und Makedonien, die 1913, Thrakien 1920 und Rhodos mit seinem Archipel 1949 zu Griechenland kamen, blieben hingegen mit einem jeweils unterschiedlichen Status bei Konstantinopel.

In Athen wird hingegen betont, dass sich die neue Verfügung vorrangig gegen „Wandermönche“ vom – ebenfalls dem Ökumenischen Patriarchen unterstehenden – Berg Athos richte, die in griechischen Gemeinden anti-ökumenische Propaganda betreiben. Sie finden Aufnahme und Unterstützung bei jenen gar nicht so wenigen Bischöfen, die selbst jede Annäherung der Orthodoxie an Katholiken, Altkatholiken, Anglikaner und Evangelische bekämpfen. Ein Abt aus der Klosterrepublik bezeichnete unter Wahrung seiner Anonymität den Beschluss des Hl. Synods als „unerhört in den Beziehungen Griechenlands zum Heiligen Berg Athos, ja in der gesamten orthodoxen Kirchengeschichte.“ Dem Vernehmen nach handelt es sich um den Vorsteher der Abtei Dochiariou, Grigorios Zoumis. Er ist für seine Ökumene-Feindschaft bekannt.

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