Παρασκευή, 15 Σεπτεμβρίου 2017

Eschatologische Ökumene in Montenegro






 
 

 

Von Heinz Gstrein

Das kleine Montenegro hatte sich dank seiner Distanz zu Belgrad aus den jugoslawischen Sezessionskriegen der neunziger Jahre herausgehalten und ein friedliches Zusammenleben von Orthodoxen, Katholiken und Muslimen bewahrt. Heute finden auf seinem Boden sogar alle Glaubensgemeinschaften des alten Jugoslawiens zusammen: Am Meer von Ulqin im Zeichen des dort begrabenen jüdischen Mystikers Schabbatai Zevi. Nach seiner Lehre bleibt das Werk des Messias unvollendet, ehe nicht Eintracht zwischen den Religionen herrscht. Die Aussöhnung von Kirche und Synagoge setze christliche Einheit voraus. Diese kann nicht einfach durch Rückkehr ins Frühchristentum erreicht werden, sondern in Ausrichtung auf die Wiederkunft Christi, die Erfüllung aller Offenbarungen.

Ganz ohne Kirchenstreit geht es aber auch in diesem Paradies des Religionsfriedens nicht ab. Gespalten ist Montenegros orthodoxe Kirche zwischen den Anhängern des serbischen Patriarchen in Belgrad und dem „unabhängigen“ Erzbischof Michailo. Der pocht auf die alte, fünfhundertjährige montenegrinische Eigenkirchlichkeit vor 1920.

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