Τετάρτη, 23 Αυγούστου 2017

Griechischer Dokumentarfilmer greift Unionsproblematik auf





 
 

 Von  Heinz Gstrein                                               

 
Athen. Der auf religiöse Themen spezialisierte griechische Dokumentarfilmer Alexis Pittidis geht das heute wieder so heiße Eisen der „Union“ orthodoxer Kirchen mit Rom an. Am Beispiel der Persönlichkeit des Metropoliten von Vilnius, Josef Semaschko (1798-1868), will er die Spannungen und Hoffnungen im unierten Niemandsland bzw. Minenfeld zwischen Katholizismus und Orthodoxie in Bild und Ton bannen. Pittidis hat einen guten Namen, seit er 1986 den ersten Regiepreis des jährlichen Dokumentarfilm-Festivals im griechischen Ort Drama gewann. Von seinen zahlreichen späteren Werken fand jenes über die Kindheit Jesu in Ägypten besondere Beachtung. 2014 wurde er in Kairo mit dem Preis für den besten religiösen Film ausgezeichnet.


Wie Griechenlands bekanntester religiöser Filmemacher auf einer ersten Pressekonferenz in Athen darlegte, fesseln ihn an diesem Thema nicht zuletzt die optischen Variationen: Semaschkos Kindheit als Hirte und Feldarbeiter in einer veramten griechisch-katholischen Priesterfamilie, seine „Entführung“ in die facettenreiche Welt der Orthodoxie, die Rückkehr zu den mit Rom „Unierten“ mit ihrer damaligen Verwestlichung. Für diese ist Joseph Semaschko als junger Bischof mit weißer Barockperücke typisch, der sich dann aber den Bart wachsen lässt und orthodoxe Klerustracht anzieht. Was für ihn selbst gilt, lässt sich am Rückführungsprozess seiner „ruthenischen“ Kirche zu ihren angestammten statt den römischen Gebräuchen und in erneuerte Gemeinschaft mit der Orthodoxie farbig und lebendig eindrücklich vor die Kamera bringen. Die heutige neue Aktualität der Unionsfrage in der Ukraine gibt Alexis Pittidis Gewissheit für breites Interesse am seinem „Fall Semaschko“.

Der griechische Dokumentarfilm hat russische Kirchenthemen seit der Wende im Ostblock schon länger aufgegriffen. Ein eigentlicher Wegstein wurde 2012 mit „Maksim Grek“ gemacht, dem verfilmten Leben eines Athosmönchs, der im 16. Jh. in Russland gewirkt hat. Fachkreise gingen allerdings wegen mangelnder künstlerischer Qualität und übertriebener missionarische Naivität dieser Streifen bisher auf Distanz.

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