Δευτέρα, 10 Ιουλίου 2017

Bartholomaios I. für Kirchenlösung in der Ukraine Ökumenischer Patriarch empfing Panteleimon Boubouras





Panteleimon Boubouras


 Von Heinz Gstrein

Istanbul/Odessa. Der Ökumenische Patriarch der Orthodoxie, Bartholomaios I., hat den griechischen Großunternehmer in der Ukraine, Panteleimon Boubouras empfangen, der ihm den Bürgermeister von Odessa, Gennadij Truchanov, vorstellte. Boubouras unterstützt in jeder Hinsicht den Einigungs- und Verselbständigungsprozess für die ukrainische Orthodie.

 Starke, dankbare Beachtung Inzwischen findet in der Ukraine ein Aufruf des Ökumenischen Patriarchen für kirchlichen und politisch-militärischen Frieden im zweitgrößten Land der Orthodoxie starke, dankbare Beachtung. Bartholomaios I. hat diese Botschaft Anfang Juli an ukrainische Journalisten bei ihrem Besuch im Phanar gerichtet. Im Namen von „Kiews Mutterkirche Konstantinopel“ gab er dabei seine bisher bei offiziellen kirchenamtlichen Stellungnamen gewohnte Zurückhaltung und Rücksichtnahme auf die russischen Jurisdiktionsansprüche weitgehend auf: So stellte der Ökumenische Patriarch indirekt, aber eindeutig in Frage, dass die ukrainische Kirche jemals von einem seiner Vorgänger endgültig und vollständig an Moskau „abgetreten“ worden sei. Ebenso rechtfertigte er die Bemühungen der postkommunistischen politischen Führungen von Kiew, in der Ukraine eine ebenso wieder geeinte wie selbständige (autokephale) orthodoxe Kirche zu schaffen.- Sowohl das heute schon von diesem losgelöste „Kiewer Patriarchat“ und die „Autokephalisten“ wie die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in ihrem Informationsdienst RISU haben diese Aussagen begrüßt und  weit verbreitet. Die „autonome“ moskautreue Ukrainische Orthodoxe Kirche schweigt hingegen sichtlich betroffen.

Gennadij Truchanov,
Photo  Nikos Manginas

Im Detail unterstreicht der Ökumenische Patriarch in seiner Botschaft an das ukrainische Volk eingangs den Auftrag christlicher Journalistinnen und Journalisten „vor allem anderen dem Verbreiten der Wahrheit zu dienen!“ Im Vierteljahrhundert seit seiner Amteinführung 1991 – die mit dem Ende der Sowjetuniomn zusammen fiel – habe er immer wieder seine Liebe für die Ukrainer unter Beweis gestellt: „Mit großer Bewegtheit erinnere ich mich an meinen Besuch der Ukraine im Jahr 2008.“ Seither habe sich in den Jahren seines Wirkens immer aufs Neue die Verbundenheit des Ökumenischen Patriarchats und des ukrainischen Volkes bestätigt: “Das überrascht nicht, da die geistlichen Beziehungen, welche die Ukraine an ihre Mutterkiche binden, nie ausgelöscht werden konnten.“ In dieser Festsstellung erblicken Beobachter im Phanar wie in Kiew eine Distanzierung von Bartholomaios zur russischen Auffassung, die geistliche Jurisdiktion über die ukrainischen Orthodoxen sei durch Konstantinopel schon im 17. Jh. endgültig an die russische Kirche abgetreten worden.

„Das ukrainische Volk hat zur Zeit des hl. Kiewer Großfürsten Wolodymyr die Taufe im christlichen Glauben aus Byzanz empfangen. Daher bleibt die Kirche von Konstantinopel für immer die Mutterkirche der Ukrainer. Als eine liebende Mutter kann diese nie ihre geistlichen Kinder im Stich lassen, am allerwenigsten in Momenten der Prüfungen und Nöte.“ So „beten wir für die Einheit des ukrainischen Volkes. Wir beten um Frieden in der Ukraine. Es bleibt unsere Hoffnung, dass der kriegerische Brudermord ein Ende nimmt.“

Abschließend stellt sich der Ökumenische Patriarch hinter das Bemühen fast aller ukrainischen Staatsoberhaupter um eine eigene orthodoxe Kirche für die freigewordene Ukraine: Von Unabhängighkeits-Präsident Leonid Krawtschuk über Leonid Kutdschma und Viktor Juschtschenko bis zum heutigen Amtsinhaber Petro Poroschenko. Gerade das wird aus Moskau als Einmischung in innere kirchliche Belange verurteilt. Bartholomaios sieht darin hingegen ein in jeder Hinsicht stabiliserendes Vorgehen.Wie das bereits bei der Taufe der Kiewer Rus´ I Jahr 988 der Fall war. Schon in dieser waren religiöse Anliegen mit solchen von Staatsordnung und öffentlicher Wohlfahrt miteinander verschlungen: ”An der Wurzel mag die Einführung des Christentums als Staatsreligion vorrangig aus politischen Gründen erfolgt sein: Intention war jedoch die Schaffung von Voraussetzungen für Frieden und Stabilität, auf dass Kultur und auch eine religiös-spirituelle Aufwärtsentwicklung zur Blüte gelangen. Dasselbe gilt auch für heute: Eintracht und Frieden sind höchst erwünschensert und wesentlich für Volk und Kirche in der Ukraine!“

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