Πέμπτη, 15 Ιουνίου 2017

Osmanen-Sprung nach Katar Erdogan versucht am Golf mitzumischen




KATAR






Von Heinz Gstrein

Die akute Golfkrise mit Blockade des „Staates von Katar“ durch seine engeren und weiteren Nachbarn weitet sich aus: Zu den Saudis, Vereinigten Emiraten (VAE) und dem Jemen auf der Arabischen Halbinsel hat sich das Mini-Königreich Bahrain gesellt. Drüben in Afrika macht neben Ägypten nun auch Eritrea gemeinsame Sache bei der Hetzjagd auf die politisch und wirtschaftlich wendigen katarischen Füchslein.

Vordergründig neiden es Saudi-Arabien und die sieben Zwerg-Emire der VAE der kleinen tropfenförmigen (das bedeutet auch ihr Name) Halbinsel Katar, größter Erdgasexporteur der Welt zu sein. Sie haben selbst mit ihrem Erdöl Milliarden und Abermilliarden Petrodollars gescheffelt. Doch naht der Tag, an dem die Vorkommen ausgepumpt sein werden.



Während in Riad und auch Abu Dhabi immense Reichtümer verprasst oder in polit-islamische Expansion und Propaganda gesteckt wurden, ging in Katar Reform-Emir Hamad Ben Khalifa aus dem Thani-Clan schon seit 1995 an Strukturverbesserungen und den Aufbau einer starken Medienpräsenz. Besonders dank seinem internationalen Fernsehsender Al-Jazeera wurde der Kleinstaat zum meinungsbildenden Riesen in der gesamten arabisch-islamischen Welt. Da er revolutionäre oder zumindest aufgeklärtere Parolen als alle Potentaten ringsum verbreitet, zog sich Katar auch politisch die Feindschaft seiner Nachbarschaft zu. 2013 übergab Fürst Hamed den Thron in Doha an seinen Sohn Tamim. Wacht aber weiter aus dem Hintergrund als „Vater Emir“ über die Geschicke des Landes und seiner Liberalisierungsrolle inmitten einer besonders fanatischen islamischen Umgebung.

Das stört vorrangig Saudi-Arabien, da sich die meisten der nur 350 000 „Katarer“ auch zur ganz extremen Sunniten-Sekte des Wahhabismus bekennen, die das Königreich als ihren „Staat Allahs“ hervorgebracht hat. Während es aber bei den Saudis weder Kirchen und Synagogen, ja nicht einmal Bibeln geben darf, ist die Religionspolitik Katars eher aufgeklärt. Es verhält sich auch kulant zu seinen an die 40 000 Schiiten, die gerade jetzt von den Saudis und Bahrainern verfolgt, im Jemen sogar von einer Sunniten-Koalition rücksichtslos bekämpft werden. Katar hat daher sofort in Iran einen regionalen Verbündeten gefunden, der schon lang am südlichen Golfufer Fuß fassen will.

Hingegen überrascht die Türkei mit ihrer immer lauteren und effektvollen Unterstützung für das Revoluzzer-Emirat. Erdogan entsendet  inzwischen als Blockadebrecher vom Dienst außer Lebensmitteln und Medikamenten auch eine ganze Division nach seinem eilig auf der Halbinsel errichteten Militärstützpunkt. Immerhin hatte Katar einst bis 1915 zum Osmanischen Reich gehört...

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