Πέμπτη, 1 Ιουνίου 2017

Evangelisch-orthodoxes Zusammenfinden: Schwierig, aber möglich






Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg vereinigte im Zeichen von „500 Jahre Reformation“ nicht nur Lutheraner, sondern ebenso andere reformatorische und sonstige Christen. Viel Bcachtung fand der Schweizer Beitrag mit dem Zürcher Schauspieler Michael Schnyter und seiner „Zwingli-Puppe, der er seine Stimme lieh. Die katholische Beteiligung war mit über 8% besonders hoch. Eingeladen diesmal auch die Griechisch-Orthodoxen, auf die das letzte Mal in Stuttgart vergessen wurde. Dafür waren 2015 syrisch-orthodoxe Aramäer und Kopten präsent. Diesmal hatte der Kirchentag nicht an sie gedacht. Ihr Fehlen wurde erst schmerzlich bewusst, als die Schreckensbotschaft vom Anschlag auf eine koptische Pilgergruppe am mittleren Nil mit 28 Toten und 25 Verletzten hereinplatzte.



Evangelischerseits tut man sich eben mit den verwirrend vielen orthodoxen Kirchen ebenso schwer wie diese mit der Fülle reformatorischer Denominationen Probleme haben. Ausserdem lebten beide Kirchenfamilien meist auf Abstand, wo nicht gar im Gegensatz. Wenn heute ein Präsident Gottfried Locher vom Schweizerischen Kirchenbund die Orthodoxie als einen Schatz schätzt, „der spirituell und liturgisch auf uns zukommt“, wird das im kirchlichen Alltag noch kaum so wahrgenommen. Allerdings mehren sich auch in der Schweiz gerade Reformierte, die bei den Orthodoxen gottesdienstlichen Reichtum und jene Wärme gefunden haben, die sie in der eigenen „kalten“ Kirche vermissten – wie das einmal auf die Berner Heiliggeistkirche gepinselt war.

Ein Kommen und Gehen zwischen Evangelikalen und Orthodoxen gab es im alten Russland und heute nach dem Kommunismus wieder. Und zwar von den dort durch die Zaren als Besiedler unwirtlicher und unsicherer Gegenden aufgenommenen Täufern, Mennoniten, Hutterern sowie später Baptisten und Pietisten zu den russischen Altgläubigen. Diese hatten im 17. Jh. die orthodoxe Staatskirche verlassen, vertraten ein allgemeines Priestertum und fanden sich in Hauskirchen zusammen. Bekannteste evangelikal-altgläubige Gemeinschaft an der mittleren Wolga, im Kaukasus und heute auch in der westlichen Diaspora waren und sind die Molokanen, die „Milchtrinker“. So genannt, weil sie die orthodoxen Fasttage – wie die Ikonenverehrung – aufgegeben haben und an ihnen Milch und andere verbotene Speisen zu sich nehmen.

Erst neuerdings wird den orthodoxen Gastarbeitern und sonstigen Migranten in der Schweiz und dem übrigen westlichen Europa an der Basis Gelegenheit geboten, mit landes- und freikirchlichen Christen in Berührung zu kommen und ihre Vorbildhaftigkeit in vielen Belangen anzuerkennen und zu übernehmen: Orthodoxe Gemeinden finden mit ihren Gottesdiensten und Veranstaltungen in evangelischen Kirchen und Gemeindehäusern Gastfreundschaft. Umgekehrt ist das in orthodoxen Ländern gar nicht der Fall. In der Schweiz wurde nach dem Vorbild grosskirchlicher und evangelikaler Diakonien 2005 das „Hilfswerk orthodoxer Christen“ gegründet. Der ständige griechisch-orthodoxe Vertreter beim Weltkirchenrat in Genf, der ukrainische Erzbischof Jog Getcha, bezeichnet die orthodoxe Diaspora inmitten evangelischer Christen sogar als „die grosse Chance für unser Zusammenfinden“.

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