Τρίτη, 30 Μαΐου 2017

Moschee-Eröffnung mit Hindernissen








von Heinz Gstrein                                                       

Athen. In Griechenland hat die Frage der Inbetriebnahme und Finanzierung des ersten staatlich neu anerkannten islamischen Gotteshauses beinahe zu einer Regierungskrise geführt: Die „Unabhängigen Griechen“ (ANEL), national-konservative Koalitionspartner des linkssozialistischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, stimmten am 25. Mai im Athener Parlament gegen dessen Gesetz zur Regelung von Betrieb und Unterhalt der ersten Moschee in der Millionenstadt mit schätzungsweise 300 000 Muslimas und Muslimen. Das einzige aus der Türkenherrschaft vor 1830 noch erhaltene „Cami“ in der Altstadt dient als Museum. Die islamische Bevölkerung aus zugewanderten Pakistanis, Albanern, Arabern und Schwarzafrikanern verfügt bisher nur über Hinterhof- oder Kellergebetsräume. Sie sind in der Regel als Kulturvereine registriert, oft aber auch gar nicht.




Regelrechte Moscheen waren in Griechenland nur auf dem Gebiet der bodenständigen Muslim-Minderheit im nordöstlichen Thrakien zugelassen. Der Bau eines islamischen Gottesbauses in der griechischen Hauptstadt war eine von deren Zusagen für die  Erlangung der Olympischen Sommerspiele 2004. Das Projekt wurde aber immer wieder hinausgezögert. Inzwischen steht die mit einem Fassungsraum von 350 Betern ziemlich kleine Moschee ohne Minarett im herabgekommenen Athener Viertel Votanikos. Für ihre Eröffnung wurde aber ein eigenes Gesetz benötigt.

Die „Unabhängigen Griechen“, eine populistische Abspaltung von den Christdemokraten der „Nea Dimokratia“  (ND) verweigerten ihre Zustimmung mit der Begründung, dass Griechenlands nationale und orthodoxe Identität durch die neue Moschee verletzt werde. Doch fand sich dann im Parlament doch eine Mehrheit, da die linksliberale „Demokratische Gruppierung“ mit der Hauptregierungspartei „Syriza“ (Radikale) stimmte. Daraufhin wurde das Moscheegesetz doch vom Staatssekretär der ANEL im Kultusministerium mit unterzeichnet, um einen Koalitionsbruch zu vermeiden.- Die Christdemokraten hatten eine Eröffnung der Athener Moschee ohne die Auflage der Offenlegung von Auslandsfinanzierungen – besonders aus Saudi-Arabien oder durch extreme islamische Organisationen – ebenfalls abgelehnt.

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