Δευτέρα, 29 Μαΐου 2017

Milliardenklau Erdogan Bereicherung seiner Sippe noch wichtiger als Macht








Von Heinz Gstrein

Schwer angeschlagen ist der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan am Wochenende vom NATO-Gipfel in Brüssel an den Bosporus zurückgekehrt. Auf dem Hinweg hatte er groß und grobe Töne von sich gegeben: „Deutschland dränge ich in die Defensive!“ Stattdessen las ihm Angela Merkel die Leviten wegen der türkischen Einsreiseverbote für deutsche Parlamentarier und der unendlichen Untersuchungshaft für den Türkei-Korrespondenten der „Welt“. In dieselbe Kerbe schlug auch Präsident Emmanuel Macron nach der Festnahme eines französischen Fotografen.




Erdogan musste wenigstens teilweise nachgeben, den Deutschen Besuche ihrer NATO-Mannschaft in Konya, wenn auch nicht des stärkeren Kontingents der Bundeswehr am Fliegerhort von Incirlik gestatten. Den Franzosen ließ er auch nicht frei, erlaubte aber wenigstens einen Konsularbesuch bei ihm im Gefängnis. So glaubt Erdogan, Berlin und Paris beschwichtigen und zugleich nach Innen sein Gesicht als unnachgiebiger Allherrscher wahren zu können. Diesem Zweck dient auch sein weiter harter Kurs dem kleinen Österreich gegenüber:
Wie die Sprecherin der türkischen NATO-Vertretung, Fatma Pasaoglu, bestätigt, hat sich mit Brüssel nichts am Veto von Ankara gegen jede Beteiligung des Bundesheers an gemeinsamen Übungen und Einsätzen geändert.

Insgesamt spielte Erdogan beim Rückflug sein Abblitzen bei dem Gipfel herunter, den er als „ermutigend“ beschönigte. Gleich nach der Ankunft in einem ehemaligen Sultanspalast telefonierte er mit Wladimir Putin, wohl dem letzten, der ihm noch Gehör schenkt. Das Gespräch drehte sich um das Küchenthema der Lieferung türkischer Tomaten auf die russischen Gemüsemärkte. Ebenso trivial mutet der jüngste Befehl des Diktators an, Fußballplätze nicht länger „Arena“, sondern „Stad“ zu nennen. Das sein ein türkisches und kein Fremdwort, obwohl es vom Griechischen „Stadion“ kommt. Denn laut der türkischen Geschichts- und Rassentheorie waren die alten Griechen, die „Ionir“, direkte Vorfahren der Türken!

Nach seiner Brüskierung in Brüssel fühlte sich Erdogan endlich wieder wohl im Istanbuler Proletenviertel Kasimpasa, wo er aufgewachsen war, im Trikot des lokalen Fußballklubs. Erstaunlich frisch und verjüngt nach seinem jähen Verfall bei der NATO, so dass hinter vorgehaltener Hand die Vermutung „Erdogan-Doping“ die Runde machte.

Diese Erholungsungsphase war aber nur von kurzer Dauer: Dann brachen die Enthüllungen aus den „Malta Files“ über schrankenlose Korruption und Bereicherung über Erdogan und seine ganze Sippschaft herein. Sie bestätigen im Übermaß jene Vorwürfe, die schon im Dezember 2013 aus dem Umfeld von Fethullah Gülen gegen den damaligen Regierungschef und seine Angehörigen aus dem Umfeld von Fethullah Gülen erhoben wurden.
Diese Enthüllungen brachten die seitdem völlig ausufernde
Gülenistenverfolgung ins Rollen. Was nachträglich zeigt, dass hinter
Erdogans Machtstreben eine noch stärkere Gier nach Prunk und Reichtum steckt. Auch Vernetzungen zum Trump-Imperium dürfte es geben.
Jedenfalls gehören in Istanbul die teuersten Geschäftshäuser und
höchsten Wolkenkratzer dem US-Präsidenten...

Δεν υπάρχουν σχόλια:

Δημοσίευση σχολίου