Σάββατο, 20 Μαΐου 2017

Invasion von Kletterfans und Akrobaten auf den Meteoren







Heinz Gstrein                                                         

Kalabaka/Thessalien. Um die malerischen Felskuppen, auf denen sich die mittelgriechischen Meteora-Klöster erheben, ist ein Streit zwischen Mönchen bzw. Nonnen und Kletterern, aber auch Akrobaten entbrannt. Extremsportler haben die glatten Wände als lockende Herausforderung entdeckt. Seiltänzer hingegen spannen Trossen von einem Felskoloss zum anderen, um ihre Künste vor dieser Prachtkulisse möglichst publikumswirksam zu vermarkten. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind klösterliche Ruhe und Beschaulichkeit. Sportler wie Künstler locken Scharen von Schaulustigen an, die ihre Favoriten mit Lautsprechern anfeuern, am Fuß der Klosterfelsen kampieren, dort am Abend Trinkgelage veranstalten und die Nacht mit Gesang, Tanz und Sex zum Tag machen. Als nun vom 17. bis 23. April sogar ein „Kletter-Festival“ mit Nacktseilschaften angesetzt und für Juni eine „Akrobatik-Woche“ knatternder Motorräder und entkleideter Balanzier-Mädchen auf den Seilen in Aussicht gestellt wurde, riss den Klosterbesatzungen die Geduld. Mit den Nonnen von Hagios Stephanos an der Spitze erwirkten sie einen Erlass des griechischen Präsidenten, der den ganzen Komplex der Meteroren – und nicht  nur die monastischen Baulichkeiten – unter Denkmalschutz stellt. Dagegen wendet sich nun eine extrem säkuläre Bewegung „Meteora für alle“. Sie sammelt Unterschriften gegen die „exklusive Zweckentfremdung der freien Natur für mönchische Obskuranz“. Jede und jeder soll außerhalb der Klostermauern tun und lassen können, was ihnen beliebt. Die öffentliche Meinung steht ganz auf dieser Seite.

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