Σάββατο, 27 Μαΐου 2017

An der Donau von Thalassa träumen Doch mit beiden Füßen fest in der Wiener Foto-Szene





Christina Karagianni


www.christinakaragiannis.com


Interview:   Georg Gstrein                     Porträt: Heinz Gstrein





Wer von Athen nach Wien geht, gehört in der Regel zu den Sängerinnen, Sängern und Musikern, die sich dort ausbilden und engagieren lassen.
Christina Karagianni, die mit ihrer Vespa Lambretta GT 200 zwischen den Autos der verkehrsüberfluteten „Inneren Stadt“ hindurch von Termin zu Termin flitzt, war schon in Griechenland eine erfolgreiche Fotografin. Sie profilierte sich bei den Olympischen Sommerspielen von 2004. Vier Jahre später wurde sie beim Griechisch-Türkischen Festival in Ephesos für ihr Werk „Wasser und Licht“ mit dem „Goldenen Lorbeer“ ausgezeichnet. 2010 wagte sich Christina an die Donau, „um mich zu verändern, etwas zu riskieren. Es war eine Herausforderung.“

Der in Düsseldorf geborenen, in Palaio Phaliro und auf Santorin herangewachsenen, in Athen ausgebildeten Foto-Künstlerin ist Wanderschaft vertraut. Das entspricht auch ihrer Art, die sie „spontan, unruhig und schöpferisch“ nennt. Auch sieht sie sich als geborene Fotografin: „Wie ich zum Fotografieren gekommen bin? Das war irgendwie in mir versteckt, kam bei der ersten Gelegenheit hervor, hat mein ganze Lebensweise gewandelt.“ Das zeigte sich voll im Athener Olympiasommer: „Aufreibende Stunden der Arbeit, unglaublicher Stress und Anspannung, ...Improvisation und Kreativität. Dabei lernte ich, was Selbstdisziplin heißt, Kollegialität,  gesunder Wettbewerb und schrecklicher, ja schrecklicher Stolz. Ich würde gern das alles noch
einmal vom Anfang bis zum Ende erleben!“



Olympia machte Karagianni von der Berufungs- zur Berufsfotografin:
„Seit 2005 lebe ich ganz für die und von der Fotografie!“. Schon sieben Jahre tut sie das in Wien: „Ich hab mich richtig in die Arbeit gestürzt von touristischen Reisereportagen, Aufträgen von Magazinen und Zeitschriften bis zu Aufnahmen von Luxusvillen auf den griechischen Inseln und vieles, vieles, vieles mehr...“ Denn – wie sie sagt – „bin ich mit einem Bein immer in Griechenland geblieben“. Und überhaupt: „Jede Ecke unseres Planeten bietet sich dafür an.“ Jenes Ereignis, das Christina in Wien bisher besonders beeindruckt hat, war der Eurovisions Contest von 2015. Wie hat sie den mit dem Auge einer
Fotografin gesehen? „Bunt und unbändig!“ Inzwischen reichen die Kunden „der Griechin“ in der Wiener Szene von Art-Fotos über Bildjournalismus bis zu Werbeaufnahmen. Es wird als einer ihrer größten Erfolge gewertet, dass sie sich die fotografische Betreuung der Traditionsbrauerei „Ottakringer“ sichern konnte. Wie sie das geschafft hat? Mit der Bescheidenheit einer wirklichen Könnerin antwortet Karagianni: „

Ich war einfach zur passenden Zeit am geeigneten Ort. Ich suchte einen Job und sie Fotografen.“

Besonders ans Herz gewachsen ist ihr aber eine Aufgabe, die ihr kaum Verdienst, doch umso mehr Freude einbringt: Das einzige griechische Ensemble Wiens, dessen Aufführungen auf der Mariahilfer Bühne „Brett“ mit der „Lysistrati“ und „Kyries tis Avlis“ aus dem Wiener Theaterleben nicht mehr wegzudenken sind, hat Christina Karagianni zu seiner exklusiven Fotografin gemacht: „Das bin ich jetzt schon das zweite Jahr und hoffe, dass diese wundrschöne Gesshichte und Zusmamenarbeit weiter geht. In die Theater-Gruppe brachte mich meine ganz liebe Freundin und Kollegin Alexandra Karakopoulou-Zisser. Sie gestaltet das Bühnenbild und die Kostüme der Aufführungen.“

Ob sie sich dessen bewusst ist, als erste Griechin auf einen vorderen Platz in der österreichischen Fotografie gelangt zu sein. Auch da wehrt die Fotokünstlerin ab: „Ich bin nur froh, das zu tun, was ich besonders liebe und mag: Mein Können mit Menschen teilen die es ihrerseits zu schätzen wissen.“

Wenn sie in Wien zur Ruhe kommt, träumt sie sich an die „Paralia Edem“: Ans Meer, die Sonne, Salz in der Luft und auf der Haut, ein sommerlicher Meltemi, Wellenschlag am Kai der Marina, im Sand  liegen und den Horizont in sich aufnehmen...Wann sie für immer an ihre Thalassa zurückzukehren denkt? Da antwortet die Christina; „So etwas denkt man nicht im voraus. Man tut es!“ Dese Sehnsucht ist keinem fremd, der sich einmal unstrblich in Griechenlands Thalassa verliebt hat: „Von zehn österreichischen Familien die ich kenne, haben acht entweder schon ein Haus am griechischn Meer oder kommen Urlaub für Urlaub, in allen Ferien nach Hellas...“





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