Πέμπτη, 27 Απριλίου 2017

Zypern: Orthodoxe Ostergottesdienste in türkischer Zone verboten




Hagios Georgios Exorinos





von Heinz Gstrein

Ammochostos. Im türkisch besetzten Nordzypern waren jetzt zum ersten
Mal seit Jahren wieder alle griechisch-orthodoxen Osterfeiern
verboten. Während eines politischen Tauwetters zwischen der
international allein anerkannten „Republik Zypern“ im Süden und der „Türkenzone“ konnten wieder regelmäßig Gottesdienste in den wenigen Kirchen abgehalten werden, die nicht beim Einfall der Türkei 1974 zerstört oder später zweckentfremdet wurden. In der Hafenstadt Ammachostos (Famagusta), die unmittelbar auf türkischer Seite der Zonengrenze liegt, wurde sogar die verlassene chaldäische Kirche des Hagios Georgios Exorinos den orthodoxen Griechen als ständige Gottesdienststätte zur Verfügung gestellt. Jetzt untersagte aber die zyperntürkische Verwaltung die Zeremonien der Karwoche und die Auferstehungsnacht auch in Ammochostos mit der Begründung, dass es sich beim Exorinos um keine Kirche handle, in der im Sommer 1974 bei der Besetzung liturgische Feiern statt fanden.-

Beobachter in Nikosia führen diesen Frost für die zuletzt so guten interreligiösen Beziehungen zwischen beiden Teilen der Insel auf die fortschreitende Gleichschaltung von Türkisch-Zypern durch das Erdogan-Regime in Ankara zurück.

Der zyperngriechische Präsident der gesamten Inselrepublik,
Nikos Anastasiadis, hat das neuerliche Verbot aller orthodoxen
Ostergottesdienste im türkisch besetzten Gebiet scharf verurteilt und darauf hingewiesen, dass es nicht bei diesem unfreundlichen Akt geblieben ist: So hat der zyperntürkische Volksgruppenchef Mustafa Akinci zu Ostern auch – entgegen allen Zusagen – den aus der Türkei systematisch eingeschleusten „Siedlern“ die Staatsbürgerschaft seiner nur von Ankara international anerkannten „Türkischen Republik Nordzypern“ verliehen.

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