Τετάρτη, 26 Απριλίου 2017

Patriarch Bartholomaios: In der Schweiz Reformation begegnen











Die Schweiz besucht vom 21. bis 24. April der „Ökumenische“ (d.h. hiergemeinsame) Patriarch aller Griechisch-Orthodoxen, Bartholomaios I. Archontonis. Noch vor seinem Solidaritätsbesuch bei den verfolgten koptischen Christen in Ägypten am Monatsende und der Teilnahme am 500.
Reformationsjubiläum in Wittenberg und Tübingen später im Mai.

Der heutige Sptzenmann der Weltorthodoxie wurde 1940 als Kind
einfacher Fischer auf der Christeninsel Imvroz bei den Dardanellen
geboren. Er studierte in Istanbul an der Theologischen Fakultät von
Chalki, die dann 1971 vom türkischen Staat geschlossen werden sollte.
Ihre Wiedereröffnung ist eines der Hauptanliegen des heutigen
Patriarchen, für das er weltweit – auch in der Schweiz – Unterstützung sucht. Als er 1961 dort sein Studium abschloss, sagte er einem seiner
Kollegen, Heinz Gstrein: „Jetzt möchte ich die Christen im Westen
kennen lernen. Die Katholiken sind uns ja ähnlich, aber ich freue mich auf das Erlebnis Reformation: Von ihr lernen und alles Wertvolle aus der Orthodoxie nahe bringen!“ Diesen Vorsatz hat Bartholomaios auch verwirklicht, als Student in Rom, Strassburg, Bonn und München, als Priester und Bischof in Istanbul und besonders seit seiner Erwählung
zum Patriarchen 1991.

Jetzt ist der gesamtorthodoxe Kirchenführer aus dem alten
Konstantinopel nicht das erste Mal in der Schweiz zu Gast. Seit seineroff iziellen Einladung durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (AGCK) 1995 war Bartholomaios schon gut ein Dutzend mal für Einzelanlässe gekommen: Bei Grundsteinlegung und dann Einweihung der orthodoxen Kirche in Münchenstein bei Basel, zum 25jährigen Bestehen der griechischen Kirchgemeinde St. Gallen und Ostschweiz oder zuletzt im Januar 2016 für ein Treffen mit  anderen Patriarchen und Kirchenoberhäuptern vor der gesamtorthodoxen Kirchenversammlung von Kreta im folgenden Juni. All das zeigt eine besondere Wertschätzung der Schweiz im Vergleich mit anderen, viel grösseren Diaspora-Sprengeln des Ökumenischen Patriarchats wie Deutschland,
Frankreich oder Grossbritannien.

Diesmal sind die Schwerpunkte seines Besuchs der Weltkirchenrat in Genf und das „Orthodoxe Zentrum“ im nahe gelegenen Chambésy. Dieses feiert sein 50jähriges Bestehen. Schon 1964 hatte Patriarch Athenagoras I. nach christenfeindlichen Massnahmen und Ausschreitungen in der Türkei als Zufluchtsort im Fall seiner Vertreibung aus Istanbul ein Haus mit grossem Garten am Genfer See erworben. Die türkischen Verhältnisse beruhigten sich, und der Patriarch beschloss, dort eine Kontakt- und Studienstätte einzurichten. Mit finanzieller Hilfe von Schweizer Christen aller Konfessionen, aber auch der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) und der deutschen Katholischen
Bischofskonferenz waren eine Kirche, Tagungssäle, eine Bibliothek und weitläufige Wohnräume 1967 fertig gestellt.

In Chambésy finden seitdem regelmässig Begegnungen der Orthodoxen mit einander und den anderen Christen statt. Unter Bartholomaios kam dazu in den 1990er Jahren eine theologische Lehranstalt, die in ihr Studienprogramm evangelische Theologie an der Universität Genf einbezog. Das ist der bisher erste Fall planmässiger Unterweisung junger orthodoxer Theologinnen und Theologen im Geist der Reformation.



Mit dem sich der Ökumenische Patriarch selbst einen Jugendtraum
erfüllt hat!

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