Παρασκευή, 3 Μαρτίου 2017

Vom christlichen Zufluchtsort zur Terrorhölle Am Sinai probt der Islamische Staat für ein „christenreines“ Ägypten




Die akute Verfolgung und Verteibung ägyptischen Christen auf der
Halbinsel Sinai war am Donnerstag und Freitag ein Schwerpunkt vom
Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Kairo. Sie forderte
von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi wirksamen Schutz seiner
christlichen Minderheit vor den Angriffen fanatischer Islamisten,
besonders der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Anschließend ließ
sich Merkel vom koptischen Kirchenoberhaupt Tawadros II. über das
Ausmaß der jüngsten Ausschreitungen berichten: „Diese dürfen besonders
Euch, die ihr den Namen „Christ-Demokraten trägt, nicht gleichgültig
bleiben“, mahnte der Patriarch.

IS ist neuerdings auch in Ägypten aktiv, seit sich dort Muslimbrüder
und Wüsten-Dschadisten mit ihr vereinigt haben. Nach vereinzelten,
doch schon gezielten Anschlägen auf Geistliche an der
Sinai-Mittelmeerküste folgte im späten Februar eine ausgedehnte Mord-
und Vertreibungskampagne gegen alle dortigen Christen. Wer nicht
umgebracht wurde, suchte das Heil in der Flucht. Die Koptische
Orhtodoxe Kirche, zu der die meisten Sinai-Christen gehören, hat in
Ismailia am Suezkanal ein Aufnahme- und Betreuungszentrum
eingerichtet. Dort suchen auch Anfang März immer neue Flüchtlinge
Zuflucht.


Der nördliche Sinai hat sich seit seiner Rückgabe an Ägypten 1982 nach
dessen Frieden mit Israel zu einem gesuchten Ansiedlungsgebiet von
dort bedrängten Christen aus dem Niltal entwickelt. Da es am Sinai
nach 15 Jahren Israel fast keine ansässigen Muslime mehr gab, hatten
es die christlichen Neuankömmlinge dort weder mit einem
Muslim-Brüder-Untergrund wie in Kairo und anderen großen Städten noch
mit ländlichen Salafisten-Banden mehr zu tun. Die Zuwanderer kamen
entweder aus Ägyptens städtischem Ballungsraum - vor allem Händler,
Handwerker, Ärzte, Apotheker und Techniker - oder waren arme
christliche Bauern vom Oberen Nil. In beiden Gruppen eine relativ
große Zahl von evangelischen Kopten, die im 19. Jh. von
presbyterianischen Missionaren für eine Reformation in ihrer stark
traditionalistischen orthodoxen Kirche gewonnen wurden. Diese hat bei
den Kopten - bodenständigen Nachkommen der alten Ägypter. im
Unterschied zu den späteren arabisch-islamischen Eroberern - viel
Altorientalisches und nicht immer Christliches bewahrt wie Magie und
sogar Frauenbeschneidung.

Da die koptischen Reformierten und Evangelikalen oft nach wie vor auch
von ihren orthodoxen Mitchristen angefeindet werden, zog es sie
besonders nach dem Sinai, wo sie mehr Akzeptanz erhofften.Jetzt stehen
sie auch dort extrem im Visier der IS-Terrorristen, da sie auch unter
Muslimen evangelisieren, was die koptischen Orthodoxen nicht wagen.

Eine weiter besonders gefährdete Gruppe sind Beduinenchristen bei
At-Tur an der westlichen Rotmeeerküste des Sinai. Bei ihnen handelt es
sich um eine kleine Schar, die von der grossen, doch heute fast
vergessenen vorsislamischen Evangelisation unter den Arabern übrig
geblieben ist. Sie stehen unter dem Schutz des für seine
Bibelhandschriften berühmten Katharinen-Klosters. Dieses wird im
Ernstfall aber nichts anderes tun können, als sie hinter seine
schützenden Mauern aufzunehmen.

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