Παρασκευή, 24 Μαρτίου 2017

Orthodoxe Märtyrer der Schweizer Reformation






2017 wird weltweit der 95 Thesen Martin Luthers an der Schlosskirche von Wittenberg vor 500 Jahren als Signal zur Reformation gedacht. Einer kirchlichen Wende, die dank Huldreich Zwingli spätestens 1523 mit der ersten Zürcher Disputation auf die Schweiz übergriff und später durch andere Schweizer Reformatoren mit Johannes Calvin an der Spitze auch ihre reformierte Gestalt annahm.

Seit ihren Anfängen hoffte die Reformation, die griechisch-orthodoxen Papstgegner in Osteuropa, am Balkan und im Orient für sich gewinnen. Dieses Anliegen wurde zunächst von Tübinger Lutheranern betrieben, die Vertrauensleute als Geistliche der kaiserlichen Gesandtschaft beim Sultan unterzubringen wussten. Diese nahmen Kontakt zu den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel auf, bekamen aber nur negative Antworten. Dennoch erinnert die Universität Tübingen in diesem Reformationsjahr an jene Episode, indem sie dem  heutigen Ökumenischen Patriarchen der Orthodoxie, Bartholomaios I., am 30. Mai zum Ehrendoktor macht.

Bleibende Wirkung erlangte hingegen im 17. Jh. die Einflussnahme der Schweizer Reformation auf den Konstantinopler Patriarchen Kyrillos Loukaris. Es war das Verdienst des Genfer Theologen waldensischer Herkunft Antoine Léger (1596-1661) - ebenfalls als Gesandtschaftsprediger am Bosporus zwischen 1628 und 1637 - den damaligen Patriarchen für ein gemeinsames orthodox-reformiertes Glauhensbekenntnis zu gewinnen. Loukaris musste das mit dem Leben bezahlen: Sultan Murad IV. fürchtete, dass sich auf dieser Basis seine zahlreichen orthodoxen Untertanen mit den abendländischen Christen, besonders den Niederländern, verbünden könnten. Patriarch Kyrillos wurde daher 1638 auf ein Schiff entführt, dort erdrosselt und der Leichnam ins Meer geworfen.

Sein in Genf gedrucktes Glaubensbekenntnis wirkte jedoch im Stillen weiter. Die darin ausgesprochene Ablehnung von Auswüchsen der Bilderverehrung und der Fürbitten für Verstorbene in der orthodoxen Volksfrömmigkeit zeigte zunehmend Folgen. Besonders unter den Katakombenchristen im kappadokischen Inneren der asiatischen Türkei und ihren östlichen Schwarzmeerprovinzen. Um der Islamisierung zu entgehen, lebten sie im Verborgenen ein Christentum evangelischer Einfachheit, das sich entscheidend von Prunk und Pracht der mit der türkischen Obrigkeit um den Preis eines Evangelisationsverzichtes kooperierenden orthodoxen Amtskirche unterschied.
Ab dem 19. Jh. gewährten Reformsultane in der Türkei auf dem Papier Religionsfreiheit. Unter Führung eines reformierten Missionars, Xenophon Mos-chou, wagten sich die kleinasiatischen Untergrundchristen an die Öffentlichkeit. Sie wollten zunächst nicht mit der orthodoxen Kirche brechen. Diese verurteilte sie aber als Ketzer, bald verfolgte sie auch die türkische Obrigkeit. Mos-chou wurde mehrmals gesteinigt, zweimal fast bis zum Tod. In Kaiseri bei Ankara bezeugte Pavlos Pavlidis, im südtürkischen Adana Charalambos Bostandzoglou den reformierten Glauben mit dem Leben. Seit Vertreibung aller Christen aus der Türkei – mit Ausnahme von Istanbul – in den Jahren 1922-24 leben diese Nachfahren des Wirkens von Antoine Léger vor allen in Griechenland und Zypern, aber vereinzelt auch in der Schweiz und Deutschland.

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