Τετάρτη, 1 Φεβρουαρίου 2017

Ukrainische Orthodoxe Kirche unter Einschluss der Griechisch-Katholischen?








von Heinz Gstrein                                                       

Nach einem Bericht des griechischen Kirchenportals romfea.gr schließt Patriarch Filaret Denisenko von Kiew eine künftige Kirchengemeinschaft mit den griechisch-katholischen Ukrainern nicht aus. Allerdings müssten sowohl Rom wie  Konstantinopel damit einverstanden sein. Das kommt einem Einschwenken des von Moskau exkommunizierten und gesamtorthodox nicht anerkannten ukrainischen Kirchenführers auf die Vision einer gleichzeitigen Communio von Kiew mit Papst und Ökumenischem Patriarchen gleich. Eine solche wird von der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche schon länger angestrebt. Zu diesem Zweck hatte sie in den 1990er Jahren zusammen mit dem Ökumenischen Patriarchat eine „Kiewer Arbeitsgruppe“ ins Leben gerufen. Ihre Revitalisierung wurde vor einiger Zeit in einem Schreiben von Boris Gudziak, dem ukrainisch-katholischen Bischof in Paris, an seinen griechisch-orthodoxen Amtsbruder Emmanuel Adamakis angeregt. Adamakis führte auch die neuesten Verhandlungen Konstantinopels mit dem Kiewer Patriarchat (öki 4 vom 24.1.2017). Die öffentliche Erklärung von Patriarch Filaret für die Einbeziehung der Griechisch-Katholischen in die von ihm angestrebte autokephale, vom Patriarchat Moskau unabhängige Ukrainische Orthodoxe Kirche gibt seinen Bestrebungen ein breiteren ökumenisches Umfeld.

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