Δευτέρα, 27 Φεβρουαρίου 2017

Orthododoxe Debatte: Kein Konzil sofort abgeschlossen






Heinz Gstrein                                             

Athen. Die Frage nach Verbindlichkeit der Beschlüsse des Orthodoxen Konzils von Kreta (Juni 2016) wird in der nachkonziliären Debatte immer häufiger und dringlicher aufgeworfen. Sie stellt sich mit dem Beharren der auf Kreta ferngebliebenen Patriarchate von Antiochia, Moskau, Bulgarien und Georgien auf  Ungültigkeit dieser „Heiligen und Großen Synode der Orthodoxie“. Dazu kommen Bischöfe der Teilnehmer-Kirchen von Griechenland und Zypern, die sich nachträglich als Nicht-Unterzeichner von Konzilstexten deklarieren, in erster Linie des Ökumenedekrets über das Verhältnis zu den nicht-orthodoxen Christen. Darüber hinaus formiert sich – besonders in Rumänien und Griechenland – eine breite Basis aus Mönchen, Laientheologen und ultraorthodoxen Vereinen, die das Konzil in Frage stellen.

Da nach allgemeinem orthodoxen Kirchenverständnis die Gültigkeit eines Konzils und seiner Dokumente wesentlich von positiver Auf- und Annahme in der gesamten Kirchenfamilie abhängt, hat diese Rezeptionsfrage grundsätzlich eine zentrale Bedeutung. Sie ist vor allem ökumenisch für den christlichen Einigungsprozess und die Dialogbemühungen, in der Handhabung von Mischehen und Organisation der orthodoxen Diaspora bedeutsam.

Einer der wenigen Konzilsbefürworter in Griechenland, Metropolit Chrysostomos Savvatos von Kalamata, der auch an der Universität Athen Dogmatik lehrt, hat daher im Februar 2017 eine gründliche Untersuchung des Themas Konzilsrezeption vorgelegt. So habe es schon beim ersten allgemeinen Konzil von Nicäa gut ein halbes Jahrhundert gedauert, bis es allgemein anerkannt wurde. Kein Konzil sei bis zu seiner Verarbeitung und Verwirklichung in der Kirchengemeinschaft abgeschlossen, habe ein offenes Ende, das es noch auszufüllen gilt. Dasselbe müsse jetzt auch Kreta zugestanden werden.

Δεν υπάρχουν σχόλια:

Δημοσίευση σχολίου