Σάββατο, 18 Φεβρουαρίου 2017

Mit roten Nelken und griechischem Hintergrund Gedenken an Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus.





von Heinz Gstrein
 

Am 13. Februar hat im X. Wiener Bezirk Kommunalpolitiker Volkmar Ioannis Harwanegg Opfer von Austrofaschismus und Nationalsozialismus geehrt, unter ihnen Gefolgsleute des großen Kunst- und Kulturmäzens von Athen, Serres und Wien, Nikolaos Dumba. Damit wurde auch eines anderen vom damaligen Österreich Missachteten und Diskriminierten gedacht, seines ersten griechisch-orthodoxen Metropoliten Germanos Karavangelis.

Alt-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Harwanegg, Sohn eines von Griechenlands hitlerdeutschen Besatzern zur Zwangsarbeit nach Wien verschleppten Patrioten aus Samarina im Pindus, führte bei der Gedenkstunde am Mahnmal Reumannplatz eine starke Abordnung des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und aktiver Antifaschisten an. Aktueller Anlass war der 83. Jahrestag des Februaraufstands gegen den seit März 1933 diktatorisch regierenden österreichischen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß.

Harwanegg und Gemeinderätin Kathrin Gaal unterstrichen die aktuelle Bedeutung einer Bewusstmachung der Bedrohtheit von Freiheit und Demokratie in einer nicht zu fernen Vergangenheit. Denn diese Gefahr rege sich jetzt wieder mit den europa- und weltweit anschwellenden populistisch-rechtslastigen Trends. Die Anwesenheit der Frau des früheren Bundeskanzlers, Martina Ludwig-Faymann, gab diesen warnenden Worten vertieftes Gewicht. Werner Faymann hatte 2015 als erster und lang auch einziger europäischer Regierungschef Ministerpräsident Alexis Tsipras auf dem Höhepunkt von Griechenlands Bedrängnis durch seine ausländischen Gläubiger empfangen und unterstützt.


Ο Μητροπολίτης Γερμανός Καραβαγγέλης.

Der in der Zwischenkriegszeit aufgerichtete österreichische „Ständestaat“ missachtete nicht nur die politischen und sozialen, sondern ebenso religiösen Freiheitsrechte. Er verweigerte dem vom Ökumenischen Patriarchen als Exarch für ganz Mitteleuropa nach Wien entsandten früheren Metropoliten von Amasia im Pontos, Germanos, die Anerkennung und jede Unterstützung. Arm wie eine Kirchenmaus verstarb der schon zuvor in Kastoria hoch verdiente Kirchenmann ein Jahr nach den Februarkämpfen am 11. Februar 1935 ohne medizinischen Beistand... Erst Österreichs Zweite Republik hat 1963 die „Metropolis Austria“ staatlich anerkannt und ihr vier Jahre später mit einem „Orthodoxen-Gesetz“ weitreichende Rechte verliehen. Der zweite Nachfolger von Karavangelis, Metropolit Michail Staikos, setzte ihm dann mit einer wissenschaftlichen Monographie ein bleibendes Denkmal.

Der am Wiener Mahnmal für die Verfolgten und Benachteiligten des Austrofaschismus niedergelegte Kranz aus roten Nelken galt auch den Opfern der nachfolgenden NS-Herrschaft. Ioannis Harwanegg kündigte an, dass auf dem Denkmal neben anderen Konzentrationslagern bald auch die Vernichtungsstätte Maly Trostinez bei Minsk eingemeißelt sein wird. Dort wurden die meisten der insgesamt aus Wien 1942 „abtransportierten“ Juden – etwa 10 000 – gleich bei der Ankunft erschossen oder vergast. Unter ihnen der Nachfolger Dumbas in der „Gesellschaft der Musikfreunde“,  Begründer der Wiener Musikwissenschaft, Guido Adler, und seine Tochter, die Ärztin Melanie Adler. Aionia tous i Mnimi!

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