Πέμπτη, 16 Φεβρουαρίου 2017

Deutsche orthodoxe Äbtissin griechische Staatsbürgerin








von Heinz Gstrein                                             



Athen. Anfang Februar hat Griechenlands Präsident Prokopis Pavlopoulos persönlich der aus Deutschland stammenden orthodoxen Äbtissin Diodora die griechische Staatsbürgerschaft verliehen. Sie wurde im Saarland als Charlotte Stapelhorst geboren, hat an der Universität der Künste in Berlin studiert, ehe sie sich vor 30 Jahren der griechisch-orthodoxen Kirche anschloss und Nonne wurde. Mit dem Klosternamen Diodora studierte sie in Athen Theologie und in Straßburg mit einem Stipendium des früheren griechischen Erzbischofs Christodoulos Jura und Kirchenrecht. Bekannt wurde sie als Gründerin des Georgs-Klosters bei Karditsa im mittelgriechischen Thessalien. Dieses bewirkte breitere Erneuerung von Frauenklöstern in Griechenland sowie anderen Ländern der Orthodoxie und ihrer Diaspora. In Anerkennung dieses Wirkens bekam Diodora Stapelhorst jetzt auch die griechische Staatsbürgerschaft. Zur rechten Zeit, da sie – so das griechische Kirchenportal „Exapsalmos“ - von gewissen Kreisen einschließlich eines Bischofs als „deutsche Ausländerin“ angefeindet wurde. Das Werk von Äbtissin Diodora wird aus Deutschland von der Förderergemeinde „Verein Paradiesgarten e.V.“ unterstützt. 2014 hielt sie Vorträge in München an der Orthodoxen Theologie und der Katholischen Akademie.






 Georgios Laimopoulos, ständiger Stellv. Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), ist nach 30jährigem Wirken in den Ruhestand getreten. Der griechisch-orthodoxe Theologe aus Istanbul hat in stillem, unauffälligen Wirken an der Seite von vier wechselnden Generalsekretären von Emilio Castro über Konrad Raiser und Samuel Kobia bis zu Olav Fykse Tveit die wiederholt gefährdete Harmonie zwischen reformatorischen, altkatholischen und orthodoxen Kirchen im ÖRK gewahrt. Laimopoulos wurde 1952 auf der Insel Prinkipos im Marmarameer geboren und hat in Chalki, Saloniki, Bossey und Freiburg/Schweiz Theologie studiert. Von 2008 bis 2015 wirkte er auch als Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat.
 



      Ausstellung „Eintracht der Monotheisten“ in der Türkei



In der unlängst renovierten Großen Synagoge von Edirne, dem alten Adrianopel, findet bis Ende Februar die interreligiöse Ausstellung „Freitag, Sabbat, Sonntag“ statt. Sie umfasst Bilder von fünf türkischen Fotografen islamischen, jüdischen und christlichen Glaubens. Die Schau soll das Zusammenleben, gegenseitigen Respekt und Verständnis sowie die Zuneigung zwischen den Angehörigen der drei monotheistischen Religionsgemeinschaften unterstreichen und fördern. Islam, Judentum und Christenheit verkünden in ihrer Botschaft, wenn auch leider nicht oft genug in der Praxis, die Einheit und Eintracht aller Eingottgläubigen. Der traditionelle Zusammenhalt von Muslimen, Juden und Christen im osmanischen Türkenreich ist im 20. Jahrhundert durch Vernichtungen und Vertreibungen geschwächt worden. Jetzt gelte es, diese Werte der Zusammengehörigkeit neu hervorzuheben. Diese Aufgabe haben die türkische Fotografin Emine Ülkerim, der sefardische Jude Alberto Modiano, der griechisch-orthodoxe Nikos Manginas, die Armenier Berge Arabian und Migirdic Azirvyan mit ihren Bildern in Edirne in Angriff genommen.


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