Τρίτη, 17 Ιανουαρίου 2017

Griechische Ökumene-Feindlichkeit greift im Volk um sich.




Der Metropolit  von Piräus Seraphim Mentzelopoulos

von Heinz Gstrein                                                         

Athen. In Griechenland ufert ein geradezu hysterischer Anti-Ökumenismus weiter aus. Sein Hauptwortführer, der Metropolit des Athener Hafens Piräus, Seraphim Mentzelopoulos, war schon im Dezember dem Besuch des koptischen Patriarchen Tawadros II. ostentativ fern geblieben. Der Gast aus Ägypten musste damals Hals über Kopf heimkehren, nachdem Terroristen vom „Islamischen Staat“ in Kairo in einer Nebenkirche seiner Kathedrale Dutzende Gläubige beim Kommunionsempfang getötet hatten. Mitte Januar schickte Seraphim dem Patriarchen einen Brief, in dem er kein Wort des Beileids für die Opfer des Attentats findet. Sie wären – wie ihr Patriarch – irrgläubige Ketzer, die zur einzig wahren griechischen Orthodoxie zurückkehren müssten. Deshalb habe er, Mentzelopoulos, auch den Besuch von Tawadros II. in Griechenland boykottiert. So unchristlich unbrüderlich ist der Bischof des Piräus, obwohl schon 1996 – wie viel früher katholischerseits Pro Oriente in Wien – Griechisch- und Altorientalisch-Orthodoxe bei einem Treffen in Chambésy am Genfersee festgestellt hatten, dass der den Kopten unterstellte Glauben an nur eine göttliche Natur von Jesus Christus (Monophysitismus) einzig und allein eine andere, eben koptische statt griechische Formulierung desselben Mysteriums darstellt.

Unter Griechenlands Bischöfen lassen sich Anti-Ökumene-Fanatiker wie Metropolit Seraphim an den Fingern einer Hand aufzählen. Auch im Pfarrklerus denkt man eher tolerant. Die Katholiken-, Protestanten- und Koptenfresser sind in den Klöstern zu Haus, besonders in der Mönchsrepublik des Heiligen Berges Athos. Wie der Altmeister unter den griechischen Theologen, Aristidis Panotis, zuletzt im Kirchenprotal amen.gr schreibt, hinge das schon mit der Abkehr vom alten julianischen Kirchenkalender 1923 und der Einführung der gegorianischen, „papistischen“ Zeitrechnung zusammen. Seit damals behaupten „zelotische“ Mönche, die einzig echten Christen, ja Orthodoxen zu sein.

Eine Verhärtung erfuhr diese Haltung aber seit den 1970er Jahren durch die Schüler des Athos.Mystikers Joseph des Hesychasten (1897-1959). In Unterschied zu ihrem wirklich tief spirituellen Meister, doch unter Berufung auf ihn, führten sie in fast allen griechischen Klöstern vom Athos bis Zypern eine pharisäische Werkgerechtigkeit und Feindseligkeit gegen Andersgläubige ein. Zunehmend stießen regelrecht geistliche Abenteurer zu dieser erklärt ökumenefeindlichen Bewegung. So musste Anfang 2017 eine thessalische Metropolis vor einem schon 1986 laisierten Mönch aus Zypern warnen, der ein schwunghaftes „Meditationszentrum“ leitet und sich neuestens sogar als Bischof ausgibt. Zu ihm pilgern jedes Wochenende Autobuskolonnen aus ganz Griechenland.

So warnt jetzt auch der international als Theologe geschätzte Bischof von Messenien, Chrysostomos Savvatos, seine Gläubigen in einer Enzyklika vor selbsternannten Seelenführern, Lehrern esoterischer Praktiken wie des „Jesus-Gebets“ und verfänglichen Gastpredigern ohne bischöfliche Erlaubnis. Das gläubige Volk solle sich an seine verantwortlichen Seelsorger und nicht an solche Verführer und Hassprediger halten, welche die Trennung der Christen zu verewigen suchen und neue Spaltungen in die Orthodoxie selbst tragen.

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